Ein reizvoller Kurzroman mit einem KI-Cover
Beginnen wir mit dem Negativen: Für die Covergestaltung wurde laut Impressum KI verwendet. Mittlerweile sollten selbst die Letzten kapiert haben, dass generative KI auf dem Diebstahl und Missbrauch unserer Kunst, Kultur und privater Daten beruht, dass deren Einsatz die Ressourcen unseres Planeten mit Lichtgeschwindigkeit aufbraucht, die Klimakatastrophe extrem befeuert und Autokraten und den größenwahnsinnigen Tech Bros noch mehr Macht und Geld zuschanzt. Dass so ein Traditionshaus wie Suhrkamp sich dieser verachtenswerten billigen Masche bedient, ist erschreckend, widerlich und scharf zu verurteilen. Alle Verlage, die was auf sich halten und kreative Menschen wertschätzen, sollten genKI nicht einsetzen! Und zu allem Überfluss ist das Cover dann sogar noch falsch. Auf Seite 54 steht glasklar, dass die Antilope keine Hörner hat.
Tut mir leid, aber alleine dafür gibt es von mir einen entrüsteten Stern Abzug, und das schon mit kulanter Rücksicht auf all die ehrlichen kreativen Menschen, die ihre Energie in dieses Buch gesteckt haben.
Mit DAS KNISTERN IM ALL offeriert uns Stephan Lohse einen kurzen Coming-of-Age-Roman aus der Perspektive seines jungen Protagonisten Matti. In dem Sinne ist es ein Jugendbuch für Erwachsene, den die Sprache dürfte für Teenager immer mal wieder zu anspruchsvoll und verschachtelt sein. Ich habe sie hier und da als unnötig verkompliziert, aber an einigen Stellen auch als wunderbar frisch und herrlich verdichtet auf den Punkt wahrgenommen.
Die stärksten Momente glänzen durch starke Einblicke in die gemarterte Seele von Matti auf der Suche nach Sinn und Funktionalität zwischen Haltlosigkeit und orientierungsloser Selbstauflösung, während ich manche Passagen aber auch als etwas konfus oder doch nicht ganz glaubwürdig, bzw. als zu überspitzt wahrgenommen habe.
Summa summarum würde ich dieser außergewöhnlichen Geschichte eigentlich vier Sterne geben, doch wegen des KI-Covers und des exorbitanten Preises von 24 Euro für 160 Seiten eben leider nur drei.
Tut mir leid, aber alleine dafür gibt es von mir einen entrüsteten Stern Abzug, und das schon mit kulanter Rücksicht auf all die ehrlichen kreativen Menschen, die ihre Energie in dieses Buch gesteckt haben.
Mit DAS KNISTERN IM ALL offeriert uns Stephan Lohse einen kurzen Coming-of-Age-Roman aus der Perspektive seines jungen Protagonisten Matti. In dem Sinne ist es ein Jugendbuch für Erwachsene, den die Sprache dürfte für Teenager immer mal wieder zu anspruchsvoll und verschachtelt sein. Ich habe sie hier und da als unnötig verkompliziert, aber an einigen Stellen auch als wunderbar frisch und herrlich verdichtet auf den Punkt wahrgenommen.
Die stärksten Momente glänzen durch starke Einblicke in die gemarterte Seele von Matti auf der Suche nach Sinn und Funktionalität zwischen Haltlosigkeit und orientierungsloser Selbstauflösung, während ich manche Passagen aber auch als etwas konfus oder doch nicht ganz glaubwürdig, bzw. als zu überspitzt wahrgenommen habe.
Summa summarum würde ich dieser außergewöhnlichen Geschichte eigentlich vier Sterne geben, doch wegen des KI-Covers und des exorbitanten Preises von 24 Euro für 160 Seiten eben leider nur drei.