Etwas zu oberflächlich

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obilot Avatar

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Matti steckt mit seinen 15 Jahren mitten in der Pubertät, mit all deren Problemen. Doch nicht nur in Beziehung auf die Liebe ist der Jugendliche außerordentlich verwirrt, es stellt sich heraus, dass ihn auch psychologische Probleme quälen.

Während einer Klassenfahrt nach Amrum bricht Matti zusammen. Im Anschluss verbringt er viel Zeit bei seiner Psychologin und schließlich in einer Klinik. Nach seiner Genesung taucht er dann für einige Tage unter. Während der ganzen Zeit, durch alle Höhen und Tiefen, begleiten ihn seine Freunde, die immer zu ihm stehen. Auch die Eltern, sehr betucht und stets bemüht um ihren Sohn, halten immer zu Matti. Genau deshalb hatte ich mit der ganzen Geschichte auch ein Problem. Es fühlt sich so unecht an. Kein Streit, stets Harmonie zwischen allen Personen. Das einzige mit was Matti nicht zurecht zukommen schein ist seine Umwelt: der Reichtum seiner Eltern, der Nazi in der Klasse und das Erwachsenwerden im Allgemeinen. Aber die zwischenmenschliche Harmonie finde ich wirklich extrem unrealistisch. Selbst als Matti die Luxuskarosse seiner Mutter schrottet und verbrennt, überdies auch noch filmt und live seiner Mutter präsentiert, ist diese zwar nicht erfreut, schafft es angesichts ihres glücklichen Sohnes aber nicht auch nur ein böses Wort zu sagen. Ich fand dieses Verhalten etwas verwirrend, oder sollte es angesichts des Reichtums der Eltern einfach nur dekadent wirken?

Insgesamt konnten mir die Personen, insbesondere Matti auch nicht so nahekommen. Die Handlung wirkt sehr distanziert. Die Probleme mit denen sich Matti herumschlägt werden lediglich immer wieder nur kurz angerissen. Ich denke 167 Seiten sind hier einfach etwas knapp um die Handlung vernünftig zu erzählen. Was aus der Geschichte hängen geblieben ist, ist die extreme Hin- und Hergerissenheit Mattis, das für sein Alter so bezeichnend ist sowie seine Identifikation mit dem Leben seiner Eltern. Insgesamt war mir die Handlung jedoch viel zu oberflächlich. Die Geschichte hätte viel mehr Potenzial gehabt.

Das Cover ist ein echter Hingucker. Die Beschreibung mit der Antilope im Innenteil passt aber nicht zusammen. Matti beschreibt das Tier ohne Hörner. Außergewöhnlich sind das Cover sowie der Tiel jedoch allemal und wecken somit sofort die Neugier auf den Inhalt des Romans.