Freundschaft in dunklen Zeiten

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jens1991 Avatar

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Matti ist fünfzehn und der Sohn sehr reicher Eltern. Eigentlich müsste ihm die Welt offenstehen, doch er hadert mit sich und seinen Lebensumständen. Auf einer Klassenfahrt nach Amrum möchte er sich frei fühlen. Wattwürmer werden ausgegraben, am Strand wird herumgehangen, gekifft und geküsst. Doch plötzlich erleidet Matti einen psychischen Zusammenbruch. In den Dünen erscheint ihm eine Antilope. Diese Begegnung bringt sein ganzes Leben ins Wanken. Und doch weiß er: Er ist nicht allein.

Mit seinem Roman „Das Knistern im All“ erzählt der Autor Stephan Lohse eine intensive Geschichte über mentale Gesundheit und Freundschaft in schwierigen Zeiten. Seine Sprache ist geprägt von kurzen, prägnanten Sätzen, die den Roman fast wie ein Tagebuch wirken lassen und die Leser:innen zugleich ganz nah an die Figuren heranführen. Matti ist auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens und seiner Sexualität und erlebt dabei gleichzeitig die Auswirkungen seiner psychischen Erkrankung. Zudem setzt er sich intensiv mit der Beziehung zu seinen Eltern und mit dem Erbe auseinander, das sie ihm eines Tages hinterlassen werden. Seine Freunde bilden dabei eine Art Schutzkreis und stehen unterstützend sowie beschützend an seiner Seite. Ein sprachgewaltiger Roman, der viele Leser:innen berühren und selbst in scheinbar hoffnungslosen Zeiten Hoffnung geben dürfte.