Für Erwachsene
„Das Knistern im All“ ist ein Coming-of-Age-Roman, der sich mit wichtigen Themen beschäftigt: psychische Gesundheit, Freundschaft, erste Liebe und Sexualität, aber auch die Frage, wie man seinen Platz in der Welt findet. Im Mittelpunkt steht der 15-jährige Matti, der immer wieder psychische Zusammenbrüche erlebt. Was zunächst wie eine seltsame Wahrnehmung erscheint – eine Antilope, die immer wieder in seinem Umfeld auftaucht – führt schließlich dazu, dass Matti therapeutische Hilfe bekommt und in der Psychiatrie landet. Besonders schön fand ich, dass seine Freund:innen ihn dabei nicht fallen lassen. Das ist schön beschrieben. Themen wie psychische Erkrankungen und Wohlstandsverwahrlosung werden angesprochen, ohne dass daraus ein reiner Problemroman wird.
Auch die Beobachtungen über das Erwachsenwerden haben mir gut gefallen. Es gibt immer wieder kleine, sehr treffende Beschreibungen von Jugendlichen und ihrem Verhalten, z.B., dass Jugendliche es nicht schaffen, einfach gerade zu stehen, sondern sich ständig irgendwo anlehnen müssen. Solche Details fand ich als erwachsene Leserin besonders nett, weil sie einen liebevollen und gleichzeitig ziemlich genauen Blick auf die Adoleszenz zeigen. Ich habe mich aber gefragt, ob Jugendliche das schon verstehen.
Zudem werden manche Figuren und Handlungsstränge nicht ganz auserzählt, z.B. bei Nazi Jens habe ich mich gefragt, welche Funktion diese Figur für die Geschichte eigentlich genau hat. Auch deshalb hatte ich beim Lesen zunehmend das Gefühl, dass der Roman vielleicht eher erwachsene Leser:innen anspricht, die solche Beobachtungen und Leerstellen anders einordnen können, als es Jugendliche tun würden.
Insgesamt hat mir „Das Knistern im All“ aber gut gefallen. Ein ruhiger, teilweise melancholischer Roman über eine schwierige Lebensphase, psychische Gesundheit und darüber, wie wichtig Freundschaften sein können, wenn plötzlich nichts mehr so ist wie vorher!
Auch die Beobachtungen über das Erwachsenwerden haben mir gut gefallen. Es gibt immer wieder kleine, sehr treffende Beschreibungen von Jugendlichen und ihrem Verhalten, z.B., dass Jugendliche es nicht schaffen, einfach gerade zu stehen, sondern sich ständig irgendwo anlehnen müssen. Solche Details fand ich als erwachsene Leserin besonders nett, weil sie einen liebevollen und gleichzeitig ziemlich genauen Blick auf die Adoleszenz zeigen. Ich habe mich aber gefragt, ob Jugendliche das schon verstehen.
Zudem werden manche Figuren und Handlungsstränge nicht ganz auserzählt, z.B. bei Nazi Jens habe ich mich gefragt, welche Funktion diese Figur für die Geschichte eigentlich genau hat. Auch deshalb hatte ich beim Lesen zunehmend das Gefühl, dass der Roman vielleicht eher erwachsene Leser:innen anspricht, die solche Beobachtungen und Leerstellen anders einordnen können, als es Jugendliche tun würden.
Insgesamt hat mir „Das Knistern im All“ aber gut gefallen. Ein ruhiger, teilweise melancholischer Roman über eine schwierige Lebensphase, psychische Gesundheit und darüber, wie wichtig Freundschaften sein können, wenn plötzlich nichts mehr so ist wie vorher!