Konnte mich nicht überzeugen

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lisaliestgern Avatar

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Ich wollte das Buch unter anderem wegen des schönen Covers lesen. Als ich es dann in meinen Händen hielt und merkte, dass das Cover mithilfe von KI designt worden war, hat mich das ernüchtert. Ich finde es aus verschiedenen Gründen nicht gut, KI für überflüssige Aufgaben heranzuziehen. Für das Buch muss man für nicht mal 170 Seiten 24 Euro bezahlen. Davon abgesehen, dass Jugendliche, die die Zielgruppe des Buches sind, kaum mal schnell so viel von ihrem Taschengeld berappen wollen, finde ich, dass sich der Verlag dann wenigstens eine Designerin für das Cover hätte leisten können. Inhalt und Sprache des Buches haben mich dann auch nicht überzeugen können. Darum geht es: Matti ist 15 Jahre alt und macht eine Klassenfahrt nach Amrum mit. Dort erlebt er, neben ersten Küssen und Verliebtsein, zum ersten Mal einen Zusammenbruch. Er weiß nicht mehr, wo er ist, was er macht. Ob das die Folge vom gemeinsamen Kiffen war, darauf wird nicht eingegangen. Jedenfalls haben mich die ganzen bekifften Gedanken, die Matti und seine Freunde an diesem Abend äußern, ganz schön genervt und gelangweilt. Wieder zu Hause bekommt Matti erst eine ambulante, dann eine stationäre psychiatrische Behandlung. Der Leser springt ganz plötzlich dorthin und muss sich das selber zusammenreimen. Mich hat es wütend gemacht, wie schnell man sich medizinisch um Matti kümmert. Ich persönlich kenne einen Jugendlichen, der, nicht so privilegiert, zusammen mit seiner Familie schon lange auf eine psychiatrische Behandlung wartet.
Ich fand Matti und seine Familie und Freunde interessant dargestellt. Aber mich hat die Sprache genervt. Zwar musste ich einmal laut lachen, nämlich bei der "Patentente". Klar, ich bin weit über das Jugendalter hinaus und gehöre nicht zur Zielgruppe des Romans. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Jugendlichen, die ich kenne, das Buch mehr anspricht, da diese, meinem Eindruck nach, beim Lesen eine klarere Sprache und einen klareren Handlungsstrang bevorzugen.