Leise, besonders und überraschend berührend
Das Knistern im All von Stefan Lohse ist ein Coming-of-Age-Roman, der mich vor allem durch seine Ruhe überrascht hat. Auf knapp 170 Seiten steckt ziemlich viel, trotzdem wirkt die Geschichte nicht überladen.
Mit dem Cover kann ich ehrlich gesagt wenig anfangen. Es hätte mich im Buchladen vermutlich eher nicht dazu gebracht, das Buch in die Hand zu nehmen. Umso schöner war die Überraschung, dass mich der Inhalt deutlich mehr überzeugen konnte.
Im Mittelpunkt steht Matti, bei dem während einer Klassenfahrt plötzlich einiges durcheinandergerät. Dabei geht es um das Erwachsenwerden, Ängste, Familie, Freundschaft und die Frage, wer man eigentlich ist und sein möchte.
Besonders gut gefallen hat mir Mattis Freundeskreis. Die Figuren und ihre Beziehungen untereinander wirken authentisch, gerade weil ihre Freundschaften nicht übertrieben oder künstlich dramatisch dargestellt werden. Die Freunde sind füreinander da, unterstützen sich und akzeptieren einander, ohne dass daraus jedes Mal ein großer Moment gemacht werden muss. Gerade diese Selbstverständlichkeit fand ich sehr schön.
Auch sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Stefan Lohse schreibt stellenweise ungewöhnlich und verspielt, ohne dass sich der Roman dadurch anstrengend liest. Im Gegenteil: Ich war ziemlich schnell in der Geschichte drin. Trotz der ernsteren Themen gibt es außerdem immer wieder überraschend lustige Momente. Diese Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Gedanken funktioniert für mich sehr gut. Einige Sätze bleiben dabei auch nach dem Lesen noch im Kopf.
An manchen Stellen hätte ich mir allerdings ein paar Seiten mehr gewünscht. Der Roman greift auf seiner kurzen Länge viele interessante Themen auf, sodass manche davon für meinen Geschmack etwas mehr Raum verdient hätten. Gleichzeitig mochte ich aber gerade, dass die Geschichte insgesamt so unaufgeregt erzählt wird und nicht versucht, jedes Thema bis ins kleinste Detail zu erklären.
Insgesamt hat mich ,,Das Knistern im All“ deutlich mehr überzeugt, als ich nach dem ersten Blick auf das Cover erwartet hätte. Besonders die Freundschaften, die besondere Sprache und die Mischung aus ernsten und humorvollen Momenten haben mir gefallen. Es ist ein eher leiser Coming-of-Age-Roman, der trotzdem einiges zum Nachdenken mitgibt.
Ich würde das Buch vor allem Leser*innen empfehlen, die Coming-of-Age-Geschichten mögen, die nicht laut und dramatisch sein müssen, um zu berühren. Und in diesem Fall würde ich definitiv empfehlen: nicht vom Cover abschrecken lassen!
Mit dem Cover kann ich ehrlich gesagt wenig anfangen. Es hätte mich im Buchladen vermutlich eher nicht dazu gebracht, das Buch in die Hand zu nehmen. Umso schöner war die Überraschung, dass mich der Inhalt deutlich mehr überzeugen konnte.
Im Mittelpunkt steht Matti, bei dem während einer Klassenfahrt plötzlich einiges durcheinandergerät. Dabei geht es um das Erwachsenwerden, Ängste, Familie, Freundschaft und die Frage, wer man eigentlich ist und sein möchte.
Besonders gut gefallen hat mir Mattis Freundeskreis. Die Figuren und ihre Beziehungen untereinander wirken authentisch, gerade weil ihre Freundschaften nicht übertrieben oder künstlich dramatisch dargestellt werden. Die Freunde sind füreinander da, unterstützen sich und akzeptieren einander, ohne dass daraus jedes Mal ein großer Moment gemacht werden muss. Gerade diese Selbstverständlichkeit fand ich sehr schön.
Auch sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Stefan Lohse schreibt stellenweise ungewöhnlich und verspielt, ohne dass sich der Roman dadurch anstrengend liest. Im Gegenteil: Ich war ziemlich schnell in der Geschichte drin. Trotz der ernsteren Themen gibt es außerdem immer wieder überraschend lustige Momente. Diese Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Gedanken funktioniert für mich sehr gut. Einige Sätze bleiben dabei auch nach dem Lesen noch im Kopf.
An manchen Stellen hätte ich mir allerdings ein paar Seiten mehr gewünscht. Der Roman greift auf seiner kurzen Länge viele interessante Themen auf, sodass manche davon für meinen Geschmack etwas mehr Raum verdient hätten. Gleichzeitig mochte ich aber gerade, dass die Geschichte insgesamt so unaufgeregt erzählt wird und nicht versucht, jedes Thema bis ins kleinste Detail zu erklären.
Insgesamt hat mich ,,Das Knistern im All“ deutlich mehr überzeugt, als ich nach dem ersten Blick auf das Cover erwartet hätte. Besonders die Freundschaften, die besondere Sprache und die Mischung aus ernsten und humorvollen Momenten haben mir gefallen. Es ist ein eher leiser Coming-of-Age-Roman, der trotzdem einiges zum Nachdenken mitgibt.
Ich würde das Buch vor allem Leser*innen empfehlen, die Coming-of-Age-Geschichten mögen, die nicht laut und dramatisch sein müssen, um zu berühren. Und in diesem Fall würde ich definitiv empfehlen: nicht vom Cover abschrecken lassen!