Sprachlich erstklassige Seelenreise
Ich muss gleich am Anfang zum Elefanten im Raum kommen, der dem Buch leider einige Minuspunkte eingebracht hat. Denn verständlicherweise hat mich hier vor allem das Cover zuerst gecatcht, was wirklich irgendwie trippy und besonders ist. Bei näherem Hinsehen sind mir da aber ein paar Dinge aufgefallen, die ich von KI-Programmen kenne und siehe da, im Impressum steht es auch: Mithilfe von KI entstanden. Das war für mich ein kleiner Dämpfer. Und noch mehr gedämpft hat es, als ich in der Geschichte gelesen hab, dass die bildgebende Antilope KEINE Hörner hatte. Die auf dem Cover hat aber Hörner ... Wenn man schon KI nutzt, sollte man doch wenigstens sich an die Geschichte halten. Aber so wirkt es noch mehr wie schnell hingespuckt. Mich ärgert es fast, dass es mir rein optisch so gut gefällt ... Schaut man dann noch auf den Preis des Buches bei eher geringer Seitenzahl ... find ich nicht so gut.
Anyway. Zur Geschichte: Es ist recht experimentell und damit genau mein Ding. Der Schreibstil ist teilweise rasend zusammenhanglos und das passt perfekt zum Protagonisten und seiner Story, zu seinem Innersten und zu seinen äußeren Umständen. Es zeigt sein Durcheinander und all seine Struggles, es ist pures Teenager-Gehirn. Die Handlung ist nur an großen Plotpoints von Bedeutung und verzichtet quasi auf jeglichen Fluff. Ein wenig mehr Zeit in den einzelnen Abschnitten hätte ich mir schon gewünscht. Einfach noch ein bisschen mehr von dem, was schon da war. Denn ich habe mir so viele kluge Worte angestrichen in diesem Buch, wie schon lang in keinem anderen mehr. Ich hätte mir dieses Buch in meinen eigenen Teenie-Jahren gewünscht, wo ich immer nach diesen tiefgründigen Zitaten gesucht hab. Erst dachte ich, die Geschichte wird eine Art John Green auf Amrum, aber es ist bis auf das Alter der Charaktere und dass es vom Erwachsenwerden handelt, weit davon entfernt. Es ist eher eine poetische, abgefuckte Seelenreise, als ein Drama. Und hier haben wir auch wieder meinen Lieblingsaspekt jeglicher Geschichten: Wenn es alles durch einen Stakkato-Schreibstil so distanziert wirkt, aber einem doch ganz tief ins Hirn und ins Herz greift und darin rumwühlt.
Anyway. Zur Geschichte: Es ist recht experimentell und damit genau mein Ding. Der Schreibstil ist teilweise rasend zusammenhanglos und das passt perfekt zum Protagonisten und seiner Story, zu seinem Innersten und zu seinen äußeren Umständen. Es zeigt sein Durcheinander und all seine Struggles, es ist pures Teenager-Gehirn. Die Handlung ist nur an großen Plotpoints von Bedeutung und verzichtet quasi auf jeglichen Fluff. Ein wenig mehr Zeit in den einzelnen Abschnitten hätte ich mir schon gewünscht. Einfach noch ein bisschen mehr von dem, was schon da war. Denn ich habe mir so viele kluge Worte angestrichen in diesem Buch, wie schon lang in keinem anderen mehr. Ich hätte mir dieses Buch in meinen eigenen Teenie-Jahren gewünscht, wo ich immer nach diesen tiefgründigen Zitaten gesucht hab. Erst dachte ich, die Geschichte wird eine Art John Green auf Amrum, aber es ist bis auf das Alter der Charaktere und dass es vom Erwachsenwerden handelt, weit davon entfernt. Es ist eher eine poetische, abgefuckte Seelenreise, als ein Drama. Und hier haben wir auch wieder meinen Lieblingsaspekt jeglicher Geschichten: Wenn es alles durch einen Stakkato-Schreibstil so distanziert wirkt, aber einem doch ganz tief ins Hirn und ins Herz greift und darin rumwühlt.