Vom Abdriften und Ankommen
Statt nach Rom oder Paris geht es mit dem Englisch- und Physiklehrer auf Klassenfahrt nach Amrum. Der sechzehnjährige Matti ist mit seinen engen Freunden im Wattenmeer unterwegs, als er das erste Mal den Boden unter den Füßen verliert. Auch in der folgenden Zeit bleibt er psychisch labil, driftet immer wieder ab. Weder seine Eltern, die Schulfreunde, noch eine Therapeutin sind in der Lage ihm dauerhafte Stabilität zu geben. So begibt er sich zwei Jahre später in eine psychiatrische Klinik. Seine Freunde halten fest zu ihm. Zusammen holen sie Matti aus der Klinik und machen sich mit einem gestohlenem Wagen noch einmal auf den Weg nach Amrum. Stephan Lohse, erzählt berührend von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens sowie der wunderbaren Kraft der Freundschaft und der ersten Liebe. Lakonisch, witzig, ernst und feinfühlig bleibt er ganz nah an den Protagonisten. Er wirft einen liebevollen Blick auf die Verrücktheiten der Jugendlichen. Trotz der sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründe sowie Persönlichkeiten halten sie entschlossen zusammen. Ein sensibler, vergnüglicher und zuweilen auch etwas überspannter Lesestoff.