Zwischen Idylle und Abgrund
Der Text ist sehr atmosphärisch und bildhaft geschrieben: der Genfersee, das Chalet, das Licht, selbst die Zigarre des Verlegers, alles wird sinnlich und detailreich beschrieben, fast filmisch. Inhaltlich lernt man zwei Ebenen kennen: den Prolog mit Marceaus tödlichem Sturz beim Klettern, schon aus seiner sterbenden Perspektive erzählt, und dann die scheinbar perfekte, warme Familien- und Freundesidylle am See, die subtil Risse zeigt. Man spürt dabei sofort: Hinter dem Glück lauern Geheimnisse, Schuld und eine dunkle Wahrheit, die mit Marceaus letztem Manuskript zusammenhängt.