Zwischen Idylle und Abgrund
Die Leseprobe entfaltet sofort eine dichte Spannung: Auf den dramatischen Sturz Marceau Millers folgt die warme, fast sommerliche Idylle am Genfersee – ein Familienleben voller Licht, Nähe und Ritualen. Doch unter dieser Oberfläche vibriert etwas Unruhiges. Immer wieder blitzen Andeutungen von Geheimnissen, Verletzungen und unausgesprochenen Ängsten auf. Sarah spürt, dass ihr Mann sich entzieht, dass etwas in ihm arbeitet, das sie nicht greifen kann. Die Atmosphäre schwankt zwischen Geborgenheit und Vorahnung, zwischen Seeidylle und Schatten. Der Eindruck: ein leiser, atmosphärischer Spannungsroman, der seine Bedrohung nicht laut ausstellt, sondern in feinen Rissen spürbar macht.