Ein Rätsel, das über das Buch hinausgeht

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chocoball Avatar

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Ein berühmter Autor stirbt beim Klettern am Genfer See, laut Polizei scheinbar ein Unfall. Doch seine Frau Sarah ist überzeugt, dass mehr dahintersteckt, und beginnt selbst nachzuforschen. Dabei stößt sie nicht nur auf Geheimnisse rund um das letzte Manuskript ihres Mannes, sondern auch auf Seiten an ihm, die sie nie kannte.

Ich muss sagen, die Idee des Buches fand ich wirklich richtig gut. Gerade dieser Mix aus mysteriösem Todesfall, einem letzten Manuskript und der Frage, wer Marceau Miller eigentlich wirklich war, hat mich sofort angesprochen. Auch der Einstieg war für mich sehr spannend, vor allem der Prolog mit dem Sturz. Dazu kommt dieses malerische Setting mit dem Haus am Genfer See, das hat beim Lesen einfach total schöne Bilder im Kopf erzeugt.

Allerdings hatte ich zwischendurch immer wieder meine Schwierigkeiten. Vor allem die Hauptfigur Sarah wurde für mich mit der Zeit zunehmend anstrengend. Ihre Handlungen wirkten oft nicht wirklich rational, sondern eher getrieben und teilweise etwas überzogen. Dadurch hat sich das Lesen stellenweise etwas gezogen, obwohl die Grundidee eigentlich viel Spannung hergegeben hätte.

Das Ende war für mich in Ordnung, weil alles aufgelöst wurde und man nicht komplett im Unklaren bleibt. Trotzdem hat es sich irgendwie nicht ganz befriedigend angefühlt, ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber mir hat da einfach noch etwas gefehlt.

Was ich dafür richtig spannend fand, war das Rätsel rund um die Identität des Autors. Das hat mir fast am meisten Spaß gemacht und mich auch über das Buch hinaus beschäftigt. Ich bin einigen Hinweisen nachgegangen und bei meinen Recherchen tatsächlich auf einen Namen gestoßen. Falls es wirklich diese Person sein sollte, wäre es umso faszinierender, denn dann wäre es tatsächlich sein „letztes Buch“, da auch der reale Autor ums Leben gekommen ist.

Am Ende bleibt dieses Rätsel für mich offen und ich denke, ich werde wohl nie sicher erfahren, wer wirklich hinter Marceau Miller steckt. Aber genau das macht irgendwie auch einen Teil des Reizes aus :)