Interessante Idee – Umsetzung nicht ganz gelungen
„Zwischen Realität und Fiktion können die Grenzen verschwimmen, bis man sich darin verliert – oder findet.“ (S. 348)
Natürlich drängt sich vor allem die Frage auf, wer denn nun Marceau Miller ist, der Autor des „Letzten Buchs von Marceau Miller“, der gleich im Prolog stirbt, weil er ohne Sicherungen in den Schweizer Bergen klettert. Oder vielleicht doch ermordet ist, wie es seine Frau Sarah später formuliert.
Marceau Miller ist wohl ein Pseudonym, nach der Lektüre der Leseprobe hatte ich an Joel Dicker gedacht – nach Lektüre des kompletten Buches würde ich von dieser Idee abweichen – der Stil ist doch anders und die Beschriebungen von Landschaft und Personen passen m.E. nicht. Wobei natürlich auch Dicker sich und seinen Stil ändern könnte.
Nichtsdestotrotz bleibt die Frage nach der Autorschaft bestimmendes Element während des kompletten Romans. Und dazu die Frage, ob Miller nun wirklich ermordet wurde, wer es war und was es mit dem 20 Jahre zurückliegenden Verschwinden von Jane Miller, der jüngeren Schwester von Marceau, auf sich hat.
Neben der Hauptfigur Sarah, der Ehefrau von Marceau, spielen noch die Freund:innen Karen, Rollin und Alexis sowie der ehemalige Ermittler Yves Reynaud nennenswerte Rollen. Nicht immer sind deren Aktionen und Verhaltensweisen nachvollziehbar, doch bleibt das Thema, wie es sich mit Freundschaft und Vertrauen verhält, bedeutend für den Roman.
Die Person Sarah, die einen Großteil der Geschichte in Ich-Form erzählt, finde ich allerdings sehr problematisch. Wenig empathisch, zwischendrin sich als Action-Heldin fühlend, mit Ausbrüchen von Gewalt und Unlogik, ist sie nicht wirklich sympathisch.
Durch den – gut dokumentierten – Wechsel der Perspektiven insbesondere von Sarah und Karen, alternierend mit den Manuskriptseiten, gibt es einen angenehmen Lesefluss. Die Spannung, was denn nun mit Jane passiert ist, ob es Mord bei Marceau war und wie die Konstellationen zwischen den Freund:innen aufgelöst werden, lässt einen zwar nicht atemlos, aber immerhin relativ schnell lesen.
Insgesamt gut, aber auch nicht mehr. Positiv sind für mich das Cover und die Ausstattung – eine Seen- und Berglandschaft als Titelbild, dazu ein Hardcover ohne Schutzumschlag.
Natürlich drängt sich vor allem die Frage auf, wer denn nun Marceau Miller ist, der Autor des „Letzten Buchs von Marceau Miller“, der gleich im Prolog stirbt, weil er ohne Sicherungen in den Schweizer Bergen klettert. Oder vielleicht doch ermordet ist, wie es seine Frau Sarah später formuliert.
Marceau Miller ist wohl ein Pseudonym, nach der Lektüre der Leseprobe hatte ich an Joel Dicker gedacht – nach Lektüre des kompletten Buches würde ich von dieser Idee abweichen – der Stil ist doch anders und die Beschriebungen von Landschaft und Personen passen m.E. nicht. Wobei natürlich auch Dicker sich und seinen Stil ändern könnte.
Nichtsdestotrotz bleibt die Frage nach der Autorschaft bestimmendes Element während des kompletten Romans. Und dazu die Frage, ob Miller nun wirklich ermordet wurde, wer es war und was es mit dem 20 Jahre zurückliegenden Verschwinden von Jane Miller, der jüngeren Schwester von Marceau, auf sich hat.
Neben der Hauptfigur Sarah, der Ehefrau von Marceau, spielen noch die Freund:innen Karen, Rollin und Alexis sowie der ehemalige Ermittler Yves Reynaud nennenswerte Rollen. Nicht immer sind deren Aktionen und Verhaltensweisen nachvollziehbar, doch bleibt das Thema, wie es sich mit Freundschaft und Vertrauen verhält, bedeutend für den Roman.
Die Person Sarah, die einen Großteil der Geschichte in Ich-Form erzählt, finde ich allerdings sehr problematisch. Wenig empathisch, zwischendrin sich als Action-Heldin fühlend, mit Ausbrüchen von Gewalt und Unlogik, ist sie nicht wirklich sympathisch.
Durch den – gut dokumentierten – Wechsel der Perspektiven insbesondere von Sarah und Karen, alternierend mit den Manuskriptseiten, gibt es einen angenehmen Lesefluss. Die Spannung, was denn nun mit Jane passiert ist, ob es Mord bei Marceau war und wie die Konstellationen zwischen den Freund:innen aufgelöst werden, lässt einen zwar nicht atemlos, aber immerhin relativ schnell lesen.
Insgesamt gut, aber auch nicht mehr. Positiv sind für mich das Cover und die Ausstattung – eine Seen- und Berglandschaft als Titelbild, dazu ein Hardcover ohne Schutzumschlag.