✎ Marceau Miller - Das letzte Buch von Marceau Miller

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jecke Avatar

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Ich hatte große Lust auf einen spannenden Hörbuchthriller und habe deshalb zu „Das letzte Buch von Marceau Miller“ gegriffen. Schon die Kulisse rund um den Genfer See klang nach einer geheimnisvollen Atmosphäre, die mich normalerweise sofort in ihren Bann zieht. Die Kombination aus eindrucksvoller Landschaft, dunklen Familiengeheimnissen und einem verschwundenen Manuskript versprach beste Voraussetzungen für fesselnde Unterhaltung.

Gelesen wird das Hörbuch von Johannes Quester und Marlen Ulonska. Johannes Quester hat seinen Part solide umgesetzt. Seine Stimme passte gut zur Geschichte, auch wenn sie mich nicht vollständig überzeugen konnte. Mit Marlen Ulonska bin ich dagegen überhaupt nicht warm geworden. Ihre Interpretation wirkte auf mich oft zu monoto und manche Betonungen empfand ich als unpassend. Dadurch kam für mich nur selten echte Spannung auf. Mehr als einmal war ich kurz davor, das Hörbuch abzubrechen.

Da die Handlung überwiegend aus weiblichen Perspektiven erzählt wird, hätte ich es stimmiger gefunden, wenn zwei Sprecherinnen zum Einsatz gekommen wären. Gerade bei den Wechseln zwischen Sarah und ihrer Freundin hätte das den Figuren noch mehr Eigenständigkeit verliehen.

Besonders gefesselt haben mich die Auszüge aus dem geheimnisvollen Manuskript. In diesen Passagen wurde die Geschichte endlich so packend, wie ich es mir von Anfang an erhofft hatte. Sie lieferten spannende Hinweise, warfen neue Fragen auf und sorgten für genau die Dynamik, die ich im übrigen Verlauf häufig vermisst habe.

Abseits davon zog sich die Handlung für meinen Geschmack zu sehr. Einige Szenen wiederholten bekannte Informationen, andere verloren sich in Details, ohne die Geschichte spürbar voranzubringen. Dadurch wirkte der Spannungsaufbau stellenweise eher zäh.

Für mich blieb „Das letzte Buch von Marceau Miller“ deshalb hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Grundidee ist stark, das Setting atmosphärisch und die Manuskript-Passagen klar das Highlight des Hörbuchs. Insgesamt konnte mich die Geschichte jedoch nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte. Zu wenig Tempo, einige Längen und eine Sprecherin, die mich emotional nicht erreicht hat, sorgten dafür, dass das Hörbuch trotz guter Ansätze letztlich nicht vollständig überzeugen konnte.

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