Mysteriöse Suche nach dem Täter

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piperowja Avatar

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Marceau Miller ist ein renommierter Schriftsteller. Zur Feier der Veröffentlichung seines zwanzigsten Buches lädt er seinen Verleger sowie seine Freunde Alexis und Rollin mit deren Frau Karen und Tochter ein. Gemeinsam mit seiner Frau Sarah und den Kindern Benjamin und Hermione lebt er in einem Haus am malerischen Genfer See. Der Abend ist vergangen, und am darauffolgenden Tag ist Marceau spurlos verschwunden. Sarah begibt sich auf die Suche und meldet den Vorfall am Nachmittag der Polizei, doch diese ergreift keine Maßnahmen. Mit der Unterstützung ihres alten Freundes Reynaud, eines ehemaligen Gendarmen, entdeckt sie Marceau am Fuße einer Felswand – abgestürzt und tot.

Die Polizei untersucht den Fall und kommt zu dem Schluss, Marceau sei beim Klettern ohne Sicherung gefallen. Doch Sarah hegt den Verdacht, dass es kein Unfall war. Immer mehr Ungereimtheiten tauchen auf. Zudem führt das rätselhafte Verschwinden von Jade, der Schwester Marceaus, vor 20 Jahren erneut zu erheblichen Unruhen. Ein angeblich existierendes Manuskript des Schriftstellers soll Licht ins Dunkel bringen. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen, bis Sarah schließlich vor einem Trümmerhaufen aus Geheimnissen steht – „Am Fuße dieses Berges von Geheimnissen, den mein Mann hinterlassen hat“.

Der Autor versteht es meisterhaft, in jedem Kapitel neue Wendungen und Fakten einzuführen. Seine lebendigen Beschreibungen machen nicht nur die Umgebung greifbar, sondern erlauben es auch, Sarahs wachsende Angst intensiv nachzuempfinden. Die Übersetzung von Thomas Brovot ist ausgezeichnet gelungen. Dieser fesselnde Roman, der auf kluge Weise die Aufklärung eines Mordes mit tiefgreifenden zwischenmenschlichen Beziehungen verbindet, ist nicht nur lesenswert, sondern unbedingt empfehlenswert.