Originelles Wechselspiel

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chrischid Avatar

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Der Schriftsteller Marceau Miller kommt unter mysteriösen Umständen zu Tode und hinterlässt seiner Frau neben einer Menge Bargeld kryptische Zeilen und ein verhängnisvolles Manuskript. Letzteres allerdings ist so gut versteckt, dass bald Zweifel darüber aufkommen, ob es überhaupt existiert.

Als Außenstehender hat man in diesem Fall einen klaren Wissensvorsprung, denn etappen- beziehungsweise kapitelweise wird das Manuskript offenbart. Schnell wird deutlich, dass es sich dabei nicht um Fiktion handelt. Somit switcht die Erzählung immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Im Laufe der Zeit ergeben sich zahlreiche Zusammenhänge, die durchaus zu überraschen wissen oder sogar pure Verblüffung auslösen.

Die Charaktere bewegen sich wie Figuren auf einem Spielbrett, ohne zu wissen, wer von den anderen welches Spiel beziehungsweise welche Rolle spielt. Entsprechend undurchsichtig bleibt das Gesamtgeschehen sowohl für Protagonisten wie auch für Leser. Gleichzeitig wird gekonnt Spannung und Misstrauen erzeugt. Wer kann schon wirklich sagen wer hier seine Karten offenlegt. Bis zum Schluss ist noch vieles denkbar, die Inszenierung findet immer neue Abzweigungen.

Es ergibt sich ein rundes Bild, das „Das letzte Buch von Marceau Miller“ zu einem originellen Spannungsroman macht, in dem der Hauptprotagonist alles daran setzt seinen Mörder zu entlarven. Oder ist doch alles ganz anders?