sehr spezieller Schreibstil, aber spannend bis zum Schluss
„Das letzte Buch von Marceau Miller“ ist in jeder Hinsicht ein ungewöhnlicher Thriller. Als Autor wird „Marceau Miller“ angegeben, ein Pseudonym, das suggeriert, dass der Großteil des Buches vom den (fiktiven) Autor geschrieben ist, der im Buch gleich im Prolog tödlich verunglückt. Dies ist so nicht ganz richtig. Zwar spielt sein letztes Manuskript eine wichtige Rolle und ist auch Teil des Buches, nimmt aber vergleichsweise wenig Raum ein. Stimmiger hätte ich es als gefunden, wenn ein anderer Autor auf dem Cover gestanden hätte.
Sarah, Marceaus Ehefrau, setzt alles daran, den Tod ihres Mannes aufzuklären, denn sie ist felsenfest davon überzeugt, dass es sich um keinen Unfall handelt. Der Großteil des Thrillers ist aus ihrer Perspektive erzählt. Sarah ist ein höchst ungewöhnlicher Charakter: Sie neigt zu Impulshandlungen und Wutausbrüchen, ist unausgeglichen, teilweise völlig neben der Spur. Einerseits verständlich angesichts ihrer Situation, andererseits auch ein bisschen zu viel für mich. Vor allem, dass sie ihre beiden Kinder, die immerhin ihren Vater verloren haben, völlig links liegen lässt, passt für mich nicht ins Bild. Ich wurde mit Sarah nicht warm und hatte nicht das Gefühl, es mit einer Figur aus Fleisch und Blut zu tun zu haben, sondern eher mit einer Kunstfigur. Das galt leider für sämtliche Personen in diesem Thriller. Einen großen Anteil daran hat sicher der sehr poetische, öfters ins Kitschige abdriftende Schreibstil, der mir eine Spur zu „drüber“ war. Die Verklärung von nahezu symbiotischen Freundschaften wirkte auch mich wenig glaubhaft, und auch die Geheimnisse, die Marceaus Leben und das seiner Clique umgaben, waren mir zu viel und letztlich nicht glaubwürdig. Hinzu kommen kleinere logische Fehler (so liegt zwischen den 22. April und dem 16. Mai nicht nur eine Woche, wie mehrfach behauptet).
Ungeachtet dessen ist der Thriller bis zum Schluss temporeich, voller überraschender Wendungen und spannend, so dass ich mich dennoch gut unterhalten gefühlt habe.
Sarah, Marceaus Ehefrau, setzt alles daran, den Tod ihres Mannes aufzuklären, denn sie ist felsenfest davon überzeugt, dass es sich um keinen Unfall handelt. Der Großteil des Thrillers ist aus ihrer Perspektive erzählt. Sarah ist ein höchst ungewöhnlicher Charakter: Sie neigt zu Impulshandlungen und Wutausbrüchen, ist unausgeglichen, teilweise völlig neben der Spur. Einerseits verständlich angesichts ihrer Situation, andererseits auch ein bisschen zu viel für mich. Vor allem, dass sie ihre beiden Kinder, die immerhin ihren Vater verloren haben, völlig links liegen lässt, passt für mich nicht ins Bild. Ich wurde mit Sarah nicht warm und hatte nicht das Gefühl, es mit einer Figur aus Fleisch und Blut zu tun zu haben, sondern eher mit einer Kunstfigur. Das galt leider für sämtliche Personen in diesem Thriller. Einen großen Anteil daran hat sicher der sehr poetische, öfters ins Kitschige abdriftende Schreibstil, der mir eine Spur zu „drüber“ war. Die Verklärung von nahezu symbiotischen Freundschaften wirkte auch mich wenig glaubhaft, und auch die Geheimnisse, die Marceaus Leben und das seiner Clique umgaben, waren mir zu viel und letztlich nicht glaubwürdig. Hinzu kommen kleinere logische Fehler (so liegt zwischen den 22. April und dem 16. Mai nicht nur eine Woche, wie mehrfach behauptet).
Ungeachtet dessen ist der Thriller bis zum Schluss temporeich, voller überraschender Wendungen und spannend, so dass ich mich dennoch gut unterhalten gefühlt habe.