Tolle Idee, nicht ganz gelungene Umsetzung

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die_neue_hildegard_liest Avatar

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Der bekannte Autor Marceau Miller verunglückt beim Klettern. Seine Frau Sarah glaubt nicht an einen Unfall und versucht auf eigene Faust den/die Schuldigen zu finden. Und wo ist das Buchmanuskript, das Marceau gerade geschrieben hat?

Die Grundidee ist toll. Der fiktive Autor stirbt gleich zu Beginn; der reale Autor schreibt unter seinem Namen. Das ist anfangs (meist aus der Sicht von Sarah) gut und spannend erzählt, verliert sich aber dann. Die Figur Sarah ist schwer zu fassen, sie handelt oft irrational, wenig nachvollziehbar, die Kinder werden zur Freundin abgeschoben. Die Freunde bleiben merkwürdig blass. Auch die Auflösung finde ich in sich nicht ganz stimmig. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, aber gespickt mit Wiederholungen.

Für mich ist es ein Buch, das viel verspricht, aber leider nicht alles einhalten kann.