Bissi arg flach

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seffe64 Avatar

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Das Buch " Das letzte Kind hat Fell " von Tessa Hennig hatte mir bei der Leseprobe ein wenig besser gefallen als jetzt, wo ich das ganze Buch gelesen habe. Mir war schon klar, dass da kein Pulitzer auf mich wartet, aber insgesamt gesehen war es doch ein wenig sehr oberflächlich.
Eigentlich ist alles angerichtet für eine schöne, leichte Sommerlektüre und diesen Anspruch erfüllt das Buch auch zu großen Teilen.
Ein berentetes Ehepaar beschließt einen Neuanfang in Portugal. Sonne, Strand, Wetter, alles wunderbar, Geld reicht auch, also alles easy. Als die Hündin Fellina in diese Idylle platzt, ändert sich so einiges. Manchmal ganz lustig anzusehen und zu lesen, was manche Menschen in ihre Haustiere hineingeheimnissen, aber jetzt nicht so sensationell interessant.
Damit das Ganze dann doch ein wenig aufgepeppt wird, tritt die Tochter auf den Plan. Diese muss natürlich LKW fahren und Beziehungsprobleme vor sich herschieben, genau wie der Sohn, der, man ahnt es, homosexuell ist. Schließlich muss das Buch ja auf der Höhe der Zeit sein.
Und da fängt auch schon meine Kritik an. Das ist mir alles ein bisschen zu sehr gewollt und vor allem habe ich ein ungutes Gefühl, wenn es um den schwulen Enkel geht. Irgendwie kommt es mir so vor, als wolle man auf Teufel komm raus ganz ungezwungen mit diesem Thema umgehen und dadurch wird es seltsam und manchmal peinlich….wobei das meiner Meinung nach noch nicht einmal ein Thema sein sollte.