Der Hund ist der Herr
Inhalt siehe Klappentext.
Ein neues Buch von Tessa Hennig - da bin ich doch gerne dabei. Zwar ist das rosa Cover nun nicht meine erste Wahl, aber es passt optisch zu den zuletzt erschienen Büchern der Autorin, die alle in wärmeren Gegenden spielten.
Angelika und Hans wollen ihr Rentnerdasein in Portugal verbringen, das Haus wird renoviert und starklar für das neue Leben gemacht. Hans hätte eine Verjüngungskur ebenso nötig, findet seine Frau. Dass es so schnell gehen kann, dass ein Vierbeiner diesen Job übernimmt, damit hat niemand gerechnet, weder die Senioren, noch Truckerin und Tochter Sandra sowie deren Sohn Finn, der in Berlin vor sich hinchillt, auf Kosten des Staates. Nach einem langen Roadtrip quer durch Europa besuchen die beiden die Eltern/Großeltern und mischen mit dem Hund die ruhige Nachbarschaft auf. Ob nun Finns „Neigung“ nicht nur zu Fußballern oder anderen sportlichen Jungs oder die Mafia, die angeblich um die Ecke wohnt und den beiden alten Leutchen nach dem Leben zu trachten scheint, es wird beim Lesen nicht langweilig. Hans und Angelika könnten sich zwar als Paar nach zig Jahren Ehe wieder etwas näher kommen, so lebt man eigentlich nebeneinander her und hat nur den Hund als Verbindung, aber wenn sie es so mögen… Sandra dagegen merkt schon nach dem Fehlgriff mit Finns Vater, der nicht nur ihre Ehe runterzog, dass sie doch nicht die abgebrühte Truckerin ist, als die man sie auf den ersten Blick sieht. Liegt es an der Gegend, an Alexander, an den Hunden? Sie macht sich tatsächlich Gedanken über die Zukunft - das freut mich. Und Finn? Er steht auf Männer, völlig in Ordnung für mich, nicht für den Vater des Angebeteten, dem Spießer… aber davon bekommt er in Berlin keinen Job, wenn er nichts dafür tut. Lino tritt ihm auf die Füße, ich denke, das renkt sich recht bald ein. Insgesamt unterhaltsam zu lesen, ich werde aber den Eindruck nicht los, es sind mehrere Erzählstränge parallel, die nicht so recht zueinander finden wollen. Ein Part über den Hund, ein Part über Sandra, einer über Finn und einer über die Eltern - wo ist das Ziel, wenn alle schließlich wieder ihrer eigenen Wege gehen? Für mich wäre Auswandern in der Rente in ein Urlaubsdomizil nichts, aber es freut mich für die Familie, dort zusammenkommen zu können und gemeinsam Zeit zu verbringen. 3,5 Sterne für Fellina und Co.
Ein neues Buch von Tessa Hennig - da bin ich doch gerne dabei. Zwar ist das rosa Cover nun nicht meine erste Wahl, aber es passt optisch zu den zuletzt erschienen Büchern der Autorin, die alle in wärmeren Gegenden spielten.
Angelika und Hans wollen ihr Rentnerdasein in Portugal verbringen, das Haus wird renoviert und starklar für das neue Leben gemacht. Hans hätte eine Verjüngungskur ebenso nötig, findet seine Frau. Dass es so schnell gehen kann, dass ein Vierbeiner diesen Job übernimmt, damit hat niemand gerechnet, weder die Senioren, noch Truckerin und Tochter Sandra sowie deren Sohn Finn, der in Berlin vor sich hinchillt, auf Kosten des Staates. Nach einem langen Roadtrip quer durch Europa besuchen die beiden die Eltern/Großeltern und mischen mit dem Hund die ruhige Nachbarschaft auf. Ob nun Finns „Neigung“ nicht nur zu Fußballern oder anderen sportlichen Jungs oder die Mafia, die angeblich um die Ecke wohnt und den beiden alten Leutchen nach dem Leben zu trachten scheint, es wird beim Lesen nicht langweilig. Hans und Angelika könnten sich zwar als Paar nach zig Jahren Ehe wieder etwas näher kommen, so lebt man eigentlich nebeneinander her und hat nur den Hund als Verbindung, aber wenn sie es so mögen… Sandra dagegen merkt schon nach dem Fehlgriff mit Finns Vater, der nicht nur ihre Ehe runterzog, dass sie doch nicht die abgebrühte Truckerin ist, als die man sie auf den ersten Blick sieht. Liegt es an der Gegend, an Alexander, an den Hunden? Sie macht sich tatsächlich Gedanken über die Zukunft - das freut mich. Und Finn? Er steht auf Männer, völlig in Ordnung für mich, nicht für den Vater des Angebeteten, dem Spießer… aber davon bekommt er in Berlin keinen Job, wenn er nichts dafür tut. Lino tritt ihm auf die Füße, ich denke, das renkt sich recht bald ein. Insgesamt unterhaltsam zu lesen, ich werde aber den Eindruck nicht los, es sind mehrere Erzählstränge parallel, die nicht so recht zueinander finden wollen. Ein Part über den Hund, ein Part über Sandra, einer über Finn und einer über die Eltern - wo ist das Ziel, wenn alle schließlich wieder ihrer eigenen Wege gehen? Für mich wäre Auswandern in der Rente in ein Urlaubsdomizil nichts, aber es freut mich für die Familie, dort zusammenkommen zu können und gemeinsam Zeit zu verbringen. 3,5 Sterne für Fellina und Co.