Ein Buch, dass man nicht aus der Hand legen möchte

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yvonnchen Avatar

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Tessa Hennigs "Das letzte Kind hat Fell" ist eine echt witzige und positive Lektüre. Ich wurde sofort in den Bann gezogen und habe viel gelacht.
Das Cover sieht echt gut aus und passt perfekt zum lockeren Ton des Romans. Es ist eines dieser Bücher, die man allein wegen der ansprechenden Optik gerne in die Hand nimmt.
Das Thema ist so herrlich menschlich: Die Kinder sind aus dem Haus, die Stille kehrt ein – und plötzlich wird der vierbeinige Mitbewohner zum neuen Lebensmittelpunkt. Tessa Hennig setzt diese "Ersatzkind-Thematik" mit einer ordentlichen Portion Selbstironie und Charme um. Die Story ist keine langweilige Komödie, sondern eine liebevolle Beobachtung über Neuanfänge und die besondere Dynamik in einer Ehe, wenn sich der Fokus verschiebt.
Tessa Hennig hat einfach ein Händchen dafür. Ihr Stil ist spritzig, flüssig und voller Pointen. Sie kann Alltagssituationen so überspitzt und gleichzeitig echt rüberbringen, dass man beim Lesen ständig schmunzeln muss. Die perfekte Urlaubs- oder Wohlfühllektüre, die sich wegliest wie im Flug.
Die Hauptfiguren sind total echt gezeichnet. Man erkennt sich (oder seine Nachbarn) in den kleinen Marotten und den liebevollen Reibereien zwischen den Eheleuten sofort wieder. Besonders die Wandlung der Charaktere durch den Einzug der "Fellnase" ist psychologisch sehr treffend und gleichzeitig extrem lustig beschrieben. Die Figuren wirken wie aus dem echten Leben gegriffen – nicht perfekt, aber gerade deshalb so liebenswert.
Es ist eine Art Liebeserklärung an die Freundschaft zwischen Mensch und Tier und ein Plädoyer dafür, dass das Leben nach den Kindern erst so richtig losgeht.
Für alle Hundebesitzer und alle, die wissen, dass ein Zuhause erst mit vier Pfoten so richtig komplett ist, ist das ein Muss!