Familienband

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Mit dem Roman "Das letzte Kind hat Fell" entführt Tessa Hennig ihre Leser in das sonnige Portugal, wo Angelika und Hans ihren wohlverdienten (Unruhe-) Stand in einem gemütlichen Ferienhaus in Olhao genießen, voller Vorfreude auf den Besuch von Tochter und Enkel. Das in warme Pastelltöne getauchte Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Von der Optik her fügt es sich harmonisch in die Reihe der bisher erschienenen Bücher von Tessa Hennig ein. Der humorvolle Titel erinnert an eine bekannte Redensart, die nicht nur Tierfreunde kennen dürften.

Im Hinblick auf das Setting hat Tessa Hennig einen absoluten Volltreffer gelandet. Wer schon einmal einen Urlaub in Portugal verbracht hat, wird meine Gedanken nachvollziehen. Dank der atmosphärisch dichten Landschaftsbeschreibungen springt das Kopfkino sofort an. Man hat das Gefühl, selbst vor Ort in der Nähe von Faro zu sein und kann sich alle Schauplätze der Handlung vorstellen. Auch die lokalen Spezialitäten sind sehr anschaulich dargestellt worden, man bekommt große Lust, selbst einen gemütlichen Abend in den urigen Restaurants zu verbringen.

Wie erwartet, lässt sich der humorvolle Roman locker und leicht lesen. Für mein persönliches Empfinden ist der Ton hin und wieder etwas zu gewollt, flapsig und überdreht geraten, auch sind mir einige Verwicklungen etwas zu konstruiert, aber das ist ja reine Geschmackssache. Alles in allem handelt es sich um eine gelungene Urlaubslektüre, etwas seicht und oberflächlich, aber gut geeignet zur Einstimmung auf einen Urlaub in Portugal.