Über Verantwortung, Verlustängste und die Suche nach Identität im Alter
Das letzte Kind hat Fell ist auf den ersten Blick ein typischer Familienroman mit sonnigem Urlaubsgefühl – aber dieser Roman ist gleichzeitig viel mehr als nur eine leichte Urlaubslektüre. Tessa Hennig gelingt es, mit der vermeintlich einfachen Prämisse einer im Ruhestand adoptierten Hündin eine erzählerische Lupe auf die tiefen, oft unbequemen Gefühlswelten ihrer Figuren zu richten.
Was dieses Buch besonders macht, ist die Art und Weise, wie es Verantwortung, Verlustängste und die Suche nach Identität im Alter verbindet. Angelika und Hans wollten sich im Süden Europas ein gemütliches Leben machen, doch mit Fellina wird ihr Alltag auf den Kopf gestellt. Die Hundeadoption ist dabei mehr als nur ein zufälliges Ereignis – sie symbolisiert die Unvorhersehbarkeit des Lebens, die uns immer wieder vor Entscheidungen stellt, die wir so nicht eingeplant hatten.
Die Autorin lässt ihre Figuren nicht in Klischees verhaften: Angelika ist keine überfürsorgliche Rentnerin, sondern eine Frau, die sich unvorbereitet einer neuen Spur in ihrem Leben stellt. Hans dagegen zeigt, wie schwer es fallen kann, sich von eingefahrenen Routinen zu lösen, selbst wenn man sich eigentlich Veränderung wünscht. Diese beiden Perspektiven erzeugen eine emotionale Spannung, die weit über blossen Familienkitsch hinausgeht.
Die Besuche von Tochter Sandra und Enkel Finn wirken dabei wie Spiegel: Sie reflektieren nicht nur die familiären Spannungen, sondern auch generelle Fragen darüber, wie wir mit Scheitern, Erwartungen und dem Gefühl des „noch nicht genug Gewesen seins“ umgehen. Finns Unsicherheit und Sandras emotionale Distanz wirken in manchen Momenten ernster als der humorvolle Ton des Romans, und gerade diese Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe verleiht der Geschichte ihren eigenen, ehrlichen Klang.
Auch wenn Hennig immer wieder humorvolle Situationen einbaut, verliert sie dabei nie den Blick dafür, wie alltägliche Entscheidungen grosse innere Wandlungen auslösen können. Das macht das Buch zu einer überraschend reflektierten Lektüre über Generationen, Lebensentwürfe und das, was wir „Familie“ nennen, wenn wir genauer hinschauen.
Was dieses Buch besonders macht, ist die Art und Weise, wie es Verantwortung, Verlustängste und die Suche nach Identität im Alter verbindet. Angelika und Hans wollten sich im Süden Europas ein gemütliches Leben machen, doch mit Fellina wird ihr Alltag auf den Kopf gestellt. Die Hundeadoption ist dabei mehr als nur ein zufälliges Ereignis – sie symbolisiert die Unvorhersehbarkeit des Lebens, die uns immer wieder vor Entscheidungen stellt, die wir so nicht eingeplant hatten.
Die Autorin lässt ihre Figuren nicht in Klischees verhaften: Angelika ist keine überfürsorgliche Rentnerin, sondern eine Frau, die sich unvorbereitet einer neuen Spur in ihrem Leben stellt. Hans dagegen zeigt, wie schwer es fallen kann, sich von eingefahrenen Routinen zu lösen, selbst wenn man sich eigentlich Veränderung wünscht. Diese beiden Perspektiven erzeugen eine emotionale Spannung, die weit über blossen Familienkitsch hinausgeht.
Die Besuche von Tochter Sandra und Enkel Finn wirken dabei wie Spiegel: Sie reflektieren nicht nur die familiären Spannungen, sondern auch generelle Fragen darüber, wie wir mit Scheitern, Erwartungen und dem Gefühl des „noch nicht genug Gewesen seins“ umgehen. Finns Unsicherheit und Sandras emotionale Distanz wirken in manchen Momenten ernster als der humorvolle Ton des Romans, und gerade diese Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe verleiht der Geschichte ihren eigenen, ehrlichen Klang.
Auch wenn Hennig immer wieder humorvolle Situationen einbaut, verliert sie dabei nie den Blick dafür, wie alltägliche Entscheidungen grosse innere Wandlungen auslösen können. Das macht das Buch zu einer überraschend reflektierten Lektüre über Generationen, Lebensentwürfe und das, was wir „Familie“ nennen, wenn wir genauer hinschauen.