Das Mosaik der Freundschaft

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jess Avatar

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Das neue Buch "Das Mosaik der Frauen" hat ein wunderschön gestaltetes Mosaik-Buchcover, das einen zum Lesen einlädt.
Auch die Erzählkunst von Rafik Schami ist unveränder schön und einladend.
In diesem Buch erzählt Nadim Suri dem Autoren Said von seinem Leben, welches er entlang der Frauen in seinem Leben zu erzählen plant. Die Erzählung kommt auch bei den Lesenden wie ein persönliches Gespräch an, da sie realistisch gestaltet ist, mit kleinen und größeren Abschweifungen statt eines stringenten roten Fadens.
In diesen Abschweifungen berichtet Nadim Suri häufig von weiteren Begegnungen neben seinen Frauen. Dabei werden alle Figuren sehr lebendig und nachvollziehbar beschrieben. Letztlich bekommen die Frauen dann allerdings doch vergleichsweise wenig Zeit in den Erzählungen. Zumindest wenn man berücksichtigt, dass er sie in den Mittelpunkt stellen will als prägendste Beziehungen seines Lebens. Für mich bekamen die Erzählungen/Abschweifungen, in welchen es um andere Begnungen und Freundschaften ging, oft mehr Bedeutung als die Frauen. Aus meiner Sicht wäre es daher beinahe besser gewesen, den Schwerpunkt der Erzählung auch darauf zu legen und diese in den Mittelpunkt zu stellen.
So geht es für mich ein wenig an der eigentlich Idee vorbei.
Dabei bleibt es eine wunderschönes Buch, das bei mir vermutlich als Erzählung über das Leben und Freundschaft in Erinnerung bleiben wird.
Und das ist ja auch sehr schön!