Die Frauen, die mich trugen

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„Das Mosaik der Frauen“ ist mein erster Roman von Rafik Schami. Der Autor schreibt in autobiografischen Zügen von der Herausforderung eines Neuanfangs in einem fremden Land, ohne Sprachkenntnisse, ohne Verständnis für die Kultur und unter der Last politischer Unterdrückung. Verschachtelt aufgebaut wird zunächst von Said Mardini erzählt, der vor langer Zeit aus Syrien nach Heidelberg ausgewandert ist. Doch dann übernimmt Nadim Suri – ein sterbender Mann – das Wort und erzählt seine eigene Fluchtgeschichte von Syrien nach Heidelberg, gespickt mit den Begegnungen mit Frauen, die sein Leben geprägt haben. Nadim bleibt dann im Fokus der Erlebnisse. Jede seiner Partnerinnen bekommt, unabhängig von der Dauer der Beziehung, ein eigenes Kapitel (mit einer Ausnahme).

Aus Nadims Worten spricht eine seltene Hochachtung für die Frauen, eine Wertschätzung, wie man sie von Männern oft nicht kennt. Jede von ihnen liebt er auf ihre ganz eigene Weise, und jede wird ihrerseits von ihm geliebt. Jede hinterlässt ein kleines, aber bedeutendes Mosaiksteinchen in seinem Leben, wenn sie – auf welche Weise auch immer – wieder aus ihm verschwindet.

Der Roman, der sich aus diesen vielen einzelnen Lebensabschnitten zusammensetzt, hat mich tief berührt. Es ist keine Lektüre, die man nebenbei liest, sondern ein Buch, das Zeit und Aufmerksamkeit verlangt.