Ein Mosaik aus Erinnerungen und Begegnungen
Rafik Schami begleitet mich schon viele Jahre, und ich mag seine besondere Art zu erzählen. Seine Geschichten verlaufen selten geradlinig, sie nehmen Umwege, schweifen ab und entfalten sich oft erst nach und nach. So ist es auch in „Das Mosaik der Frauen“. Wer einen straff erzählten Roman erwartet, braucht vielleicht etwas Geduld. Wer sich jedoch auf Schamis Erzählweise einlässt, wird mit einer vielschichtigen und warmherzigen Geschichte belohnt.
Schon Cover und Titel haben mich sofort angesprochen. Sie passen wunderbar zum Inhalt, denn wie ein Mosaik setzt sich das Leben des Protagonisten Nadim Suri aus vielen einzelnen Erinnerungen und Begegnungen zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Frauen, die ihn geprägt, begleitet, geliebt oder herausgefordert haben. Besonders beeindruckt hat mich dabei der respektvolle und wertschätzende Blick auf diese Frauenfiguren. Sie sind weit mehr als Randfiguren, jede von ihnen hinterlässt ihre eigene Spur.
Neben den persönlichen Schicksalen erzählt Schami auch von Syrien, von kultureller Vielfalt, politischer Unterdrückung, Flucht und Exil. Diese Themen fließen ganz selbstverständlich in die Handlung ein und wirken nie aufgesetzt oder belehrend.
Manchmal waren mir die vielen Abschweifungen und Nebengeschichten etwas zu ausführlich, und nicht jede Figur erhielt den Raum, den sie verdient hätte. Dennoch gehört genau diese Art des Erzählens zu Rafik Schami, und für mich überwiegen die Stärken des Romans deutlich.
„Das Mosaik der Frauen“ ist vielleicht kein perfektes Buch, aber ein sehr menschliches, kluges und berührendes. Es wirkt wie eine Liebeserklärung an die Frauen, die unser Leben prägen, und zugleich wie ein Rückblick auf ein bewegtes Jahrhundert. Sollte dies tatsächlich Rafik Schamis letzter Roman sein, dann ist ihm damit ein würdiger und lesenswerter Abschluss gelungen.
4,5 von 5 Sternen.
Schon Cover und Titel haben mich sofort angesprochen. Sie passen wunderbar zum Inhalt, denn wie ein Mosaik setzt sich das Leben des Protagonisten Nadim Suri aus vielen einzelnen Erinnerungen und Begegnungen zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Frauen, die ihn geprägt, begleitet, geliebt oder herausgefordert haben. Besonders beeindruckt hat mich dabei der respektvolle und wertschätzende Blick auf diese Frauenfiguren. Sie sind weit mehr als Randfiguren, jede von ihnen hinterlässt ihre eigene Spur.
Neben den persönlichen Schicksalen erzählt Schami auch von Syrien, von kultureller Vielfalt, politischer Unterdrückung, Flucht und Exil. Diese Themen fließen ganz selbstverständlich in die Handlung ein und wirken nie aufgesetzt oder belehrend.
Manchmal waren mir die vielen Abschweifungen und Nebengeschichten etwas zu ausführlich, und nicht jede Figur erhielt den Raum, den sie verdient hätte. Dennoch gehört genau diese Art des Erzählens zu Rafik Schami, und für mich überwiegen die Stärken des Romans deutlich.
„Das Mosaik der Frauen“ ist vielleicht kein perfektes Buch, aber ein sehr menschliches, kluges und berührendes. Es wirkt wie eine Liebeserklärung an die Frauen, die unser Leben prägen, und zugleich wie ein Rückblick auf ein bewegtes Jahrhundert. Sollte dies tatsächlich Rafik Schamis letzter Roman sein, dann ist ihm damit ein würdiger und lesenswerter Abschluss gelungen.
4,5 von 5 Sternen.