Erinnerung, Liebe und Begegnung

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karinaberrystrange Avatar

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Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Rafik Schami gefreut. „Das Mosaik der Frauen“ entführt die Leser in eine Welt zwischen Damaskus und dem Exil. Es bietet faszinierende Einblicke in die Syrische Kultur und die politische Entwicklung des Landes. Er schreibt gewohnt bildhaft, poetisch und voller Wärme. Die Idee, eine Biografie über die Frauenfiguren zu schreiben, die den Protagonisten Nadim Suri begleitet haben, ist wunderschön und tiefgründig. Er blickt zurück und erzählt in jedem Kapitel von einer anderen Frau, die sein Leben geprägt hat. Wie einzelne Mosaiksteinchen setzen sich diese Frauenschicksale nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen.
Allerdings fordert der Roman den Lesenden einiges an Geduld ab. Er verliert sich im Laufe der Kapitel immer wieder in langen Abschweifungen und Anekdoten. Sätze wie „Nun bin ich wieder abgeschweift“ häufen sich, was den eigentlichen Lesefluss und die Dynamik der Handlung spürbar abbremst. Zudem bleiben manche Figuren im Vergleich zu anderen etwas undeutlich.

Es ist ein sprachlich starkes und anspruchsvolles Buch, dem man Zeit und Aufmerksamkeit schenken sollte. Wer jedoch eine zielgerichtete Handlung sucht, wird hier eventuell an Grenzen stoßen.