Konnte mich nicht überzeugen

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aoibheann Avatar

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Mich konnte das Buch leider nicht so richtig überzeugen. Gefallen haben mir die Beschreibungen von Damaskus, über die Menschen, die Entwicklung Syriens und die persönlichen Herausforderungen der Menschen. Man bekommt einen recht authentischen Einblick in ein Land und seine doch sehr drastische Entwicklung, auf der Suche nach einer nationalen Identität. Diese Abschnitte waren interessant zu lesen, wenn sie auch oft nicht viel mehr eigentlichen Handlung zu tun haben.
Der Erzähler schweift immer wieder von seiner eigentlichen Erzählung ab, mal mehr und mal weniger weit. Manche der Anekdoten habe ich schlicht nicht verstanden bzw. habe ich nicht verstanden, wie sie zur restlichen Handlung passen. Flüchtige Bekanntschaften nehmen teilweise mehr Platz ein als die Geschichte der jeweiligen Frau, über die eigentlich grade erzählt wurde. Ich muss gestehen, dass mich das zunehmend genervt hat. Wann immer mal wieder der Satz fiel ähnlich wie „Da fällt mir ein...“ oder „Das erinnert mich an...“ habe ich wirklich mit den Augen gerollt. Für mich hat es den Lesefluss kaputt gemacht.
Der Stil ist leicht und einfach zugänglich. Was ich grundsätzlich als einen Pluspunkt empfinde. Es kippt aber auch und schrammt dann hart an der Schwülstigkeit vorbei. Vor allem dann, wenn Lebensweisheiten eingestreut werden, die sich dann für mich schon fast wie Kalendersprüche anhören.

Am Ende hatte ich nicht das Gefühl, wirklich ein Mosaik aus Frauen in den Geschichten entdecken zu können. Es wird nur selten deutlich, was der Erzählung aus der jeweiligen Beziehung mitgenommen hat. Es wirkt auf mich konstruiert und nicht wie die Erkenntnisse eines langen und aufregenden Lebens. Letztlich habe ich mich doch ziemlich schwer getan das Buch zu beenden.