Lebensrückblicke
Das Buch erzählt von einem Patienten Nadim Suri, der kurz vor dem Tod steht und auf sein Leben zurückblickt. Dabei betrachtet er alles durch den Einfluss der Frauen, die ihm begegnet sind und seinen Charakter geprägt haben. Die Geschichten verteilen sich auf zehn Tage, gestalten sich wie ein Monolog und erinnern in ihrer Struktur ein wenig an die Erzähltradition aus „1001 Nacht“. Der Stil ist orientalisch angehaucht. Es geht auch nicht um historisch-politische Genauigkeit oder um objektive Wahrheit – alles wird aus der persönlichen Sicht des Erzählers geschildert. Gerade das macht den besonderen Reiz aus. Die Erinnerungen sind voller Wärme, Wertschätzung und Dankbarkeit für die Erfahrungen und Lehren, die die Frauen in sein Leben gebracht haben. Ich habe das Buch sehr genossen. Es fühlte sich an, als würde mir ein guter Bekannter seine Lebensgeschichten erzählen – ruhig und ehrlich. Eine klare Empfehlung von mir.