Nicht ganz überzeugend
Das Mosaik der Frauen ist ein Roman, in dem uns unzählige Facetten des Lebens und der Liebe begegnen.
In der Rahmenhandlung wird über Said Mardini berichtet, dem 1971 die Flucht aus Syrien gelang. Er, der gebildete Mann, nimmt dann Aushilfsjobs an, um in Heidelberg Literatur und Philosophie zu studieren. Hierbei lernt er die Sprache so gut, dass er schließlich als Simultandolmetscher arbeiten kann. Die Gelehrtheit der Syrer trifft auf die Unwissenheit der Deutschen, die weder das Land noch die Menschen kennen und ihn mit ihren Vorstellungen und Vorurteilen konfrontieren. Said verfasst Bücher und arbeitet als Übersetzer. Humorvoll berichtet der Erzähler von dem, was ihm widerfahren ist.
Ein Freund aus Studientagen, ein Mediziner, bittet Said einige Jahre später, einen besonderen Patienten in seiner Klinik zu besuchen. Dieser ist schwer herzkrank und hat nicht mehr lange zu leben. Er kennt Saids Bücher und aufgrund der Ähnlichkeiten in ihrem Werdegang möchte er ihm gerne von seinem Leben erzählen. Beide sind in einem multikulturellen Damaskus aufgewachsen, zu Zeiten, als die Kulturen und Religionen in derselben Straße friedlich aufeinandertrafen.
Der Patient Nadim Suri berichtet dann von den verschiedenen Frauen, die ihn geprägt und jeweils einen wichtigen Mosaikstein zu seiner Seele beigetragen haben. Es sind nicht nur gute Erfahrungen, sondern auch Demütigungen, Ausgrenzungen, Bosheiten –sowohl in Syrien als auch in Deutschland. Die Erzählung führt die Leser/innen auch durch die Geschicke der arabischen Länder, ihre Entwicklungen hin zu Diktaturen und die Kriege zwischen ihnen. Die Komplexität der politischen Lage wird immer wieder ersichtlich.
Suri beginnt mit seiner christlich-jüdischen Mutter, die 1933 aus Deutschland geflüchtet war, eine weltoffene, gebildete, kluge und mutige Frau. Die erste Liebe des Patienten, Samira, wird von ihrem Cousin erschossen, da sie ihn nicht heiraten will. Es folgen flüchtige Beziehungen, bevor Salma in sein Leben tritt. Allerdings wird er nun aufgrund seines politischen Engagements verfolgt und verwundet. Salma hilft ihm, seinen Tod vorzutäuschen, er flüchtet nach Deutschland und wartet dort auf sie. Aber auch sie stirbt, vorgeblich durch Selbstmord, verraten von ihrem Cousin. Suri wird – wie Said Mardini – in Deutschland Übersetzer. Er macht Erfahrungen mit Rassismus, kritisiert immer wieder die Religionen, weil sie die Menschen trennen. In seinen letzten Monaten die Pflegerin Aleksandra kennenlernt, die bis zu seinem Tod bei ihm bleibt. Damit endet der Roman.
Die Erzählweise ist chronologisch, verknüpft das Private mit dem Politischen. Insgesamt ist die Struktur des Romans ermüdend, zuletzt dümpelt die Erzählung ein wenig vor sich hin und findet keinen rechten Höhepunkt. Die Charaktere bleiben dabei eher blass.
Viele gute Ideen, Erhellendes zur politischen Entwicklung, doch ein Gesamteindruck entsteht bei aller Fabulierlust nicht.
In der Rahmenhandlung wird über Said Mardini berichtet, dem 1971 die Flucht aus Syrien gelang. Er, der gebildete Mann, nimmt dann Aushilfsjobs an, um in Heidelberg Literatur und Philosophie zu studieren. Hierbei lernt er die Sprache so gut, dass er schließlich als Simultandolmetscher arbeiten kann. Die Gelehrtheit der Syrer trifft auf die Unwissenheit der Deutschen, die weder das Land noch die Menschen kennen und ihn mit ihren Vorstellungen und Vorurteilen konfrontieren. Said verfasst Bücher und arbeitet als Übersetzer. Humorvoll berichtet der Erzähler von dem, was ihm widerfahren ist.
Ein Freund aus Studientagen, ein Mediziner, bittet Said einige Jahre später, einen besonderen Patienten in seiner Klinik zu besuchen. Dieser ist schwer herzkrank und hat nicht mehr lange zu leben. Er kennt Saids Bücher und aufgrund der Ähnlichkeiten in ihrem Werdegang möchte er ihm gerne von seinem Leben erzählen. Beide sind in einem multikulturellen Damaskus aufgewachsen, zu Zeiten, als die Kulturen und Religionen in derselben Straße friedlich aufeinandertrafen.
Der Patient Nadim Suri berichtet dann von den verschiedenen Frauen, die ihn geprägt und jeweils einen wichtigen Mosaikstein zu seiner Seele beigetragen haben. Es sind nicht nur gute Erfahrungen, sondern auch Demütigungen, Ausgrenzungen, Bosheiten –sowohl in Syrien als auch in Deutschland. Die Erzählung führt die Leser/innen auch durch die Geschicke der arabischen Länder, ihre Entwicklungen hin zu Diktaturen und die Kriege zwischen ihnen. Die Komplexität der politischen Lage wird immer wieder ersichtlich.
Suri beginnt mit seiner christlich-jüdischen Mutter, die 1933 aus Deutschland geflüchtet war, eine weltoffene, gebildete, kluge und mutige Frau. Die erste Liebe des Patienten, Samira, wird von ihrem Cousin erschossen, da sie ihn nicht heiraten will. Es folgen flüchtige Beziehungen, bevor Salma in sein Leben tritt. Allerdings wird er nun aufgrund seines politischen Engagements verfolgt und verwundet. Salma hilft ihm, seinen Tod vorzutäuschen, er flüchtet nach Deutschland und wartet dort auf sie. Aber auch sie stirbt, vorgeblich durch Selbstmord, verraten von ihrem Cousin. Suri wird – wie Said Mardini – in Deutschland Übersetzer. Er macht Erfahrungen mit Rassismus, kritisiert immer wieder die Religionen, weil sie die Menschen trennen. In seinen letzten Monaten die Pflegerin Aleksandra kennenlernt, die bis zu seinem Tod bei ihm bleibt. Damit endet der Roman.
Die Erzählweise ist chronologisch, verknüpft das Private mit dem Politischen. Insgesamt ist die Struktur des Romans ermüdend, zuletzt dümpelt die Erzählung ein wenig vor sich hin und findet keinen rechten Höhepunkt. Die Charaktere bleiben dabei eher blass.
Viele gute Ideen, Erhellendes zur politischen Entwicklung, doch ein Gesamteindruck entsteht bei aller Fabulierlust nicht.