Persönlichkeitsformung aus Mosaiksteinen

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urmeli Avatar

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Nadim Suri ahnt das sein Leben dem Ende entgegen geht. Schwer herzkrank liegt er im Krankenhaus und möchte, dass seine Erinnerungen aufgeschrieben werden. Said, wie er ein Flüchtling aus Damaskus und literarisch bewandert, kommt jeden Tag und notiert, was Nadim über sein unruhiges Leben zu berichten hat. Politisch verfolgt täuscht er seinen eigenen Tod vor um in Deutschland, durch seine Mutter besitzt er auch die deutsche Staatsbürgerschaft, ein neues Leben zu beginnen. Seine erste Liebe Salma wurde in Syrien vom Geheimdienst ermordet und mit seiner Mutter kann er nur über Umwege kommunizieren. Er rettet sich in seine Arbeit als Übersetzer und Dolmetscher und lernt viele Frauen kennen. Von allen nimmt er Lebensweisheiten mit, die sich wie Mosaiksteine zu seinem Weltbild zusammensetzen und seine Persönlichkeit formen. Jeder dieser Frauen ist ein Kapitel gewidmet, fast wie in 1001 Nacht aufgebaut. Er erlebt kleine und große Lieben, Ausnutzen seiner Großzügigkeit und Verlust durch Tod und Verlassen werden. Die Erzählen dieser Lieben ist eingebunden in die politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten in arabische Länder, hauptsächlich Syrien, aber auch in Deutschland.
Der Schreibstil Schamis gefällt mir sehr gut, mehr über die Politik und Kultur Syriens zu erfahren bereichert die Handlung, die auf Grund der Vielzahl an Frauengeschichten, auch nur aus männlicher Sicht erzählt, ein wenig zu langatmig ausfällt.