‚Von wegen Erfolg verdirbt die Menschen. Erfolg verdirbt niemanden.'
‚Von wegen Erfolg verdirbt die Menschen. Erfolg verdirbt niemanden. Er bringt nur das zum Vorschein, was zuvor verborgen blieb.‘ (Seite 26f)
Said Mardini flieht aus seiner Heimat Damaskus, kommt 1971 über Beirut nach Frankfurt, reist von da aus weiter nach Heidelberg, hat eine Zulassung für die Universität Heidelberg bekommen.
Erzählt wird initial von seiner ersten Zeit in Deutschland, vom Publizieren auf Arabisch, vom Übersetzen und von seiner Freundschaft mit dem Arzt Klaus, den er bisweilen unterstützt, wenn dieser Arabisch sprechende Menschen behandelt.
Said und Klaus verlieren sich aus den Augen, doch dann meldet sich Klaus nach 31 Jahren überraschend bei Said, weil ein schwerkranker Patient von ihm - Nadim - Said gerne seine Lebensgeschichte erzählen will, in der Frauen eine ganz besondere und wichtige Rolle gespielt haben, und sich wünscht, dass Said diese aufschreibt und veröffentlicht.
‚Ich bin ein Mann, der ganz und gar von den Frauen geprägt wurde. [...] Was ich denke, wie ich handle, was ich dabei fühle - all das und noch mehr haben die Frauen mir geschenkt.‘ (Seite 39f)
Ich habe schon länger keinen Roman von Rafik Schami mehr gelesen und bin bzgl. seiner Bücher immer etwas zwiegespalten: Einerseits gefällt mir die Beschreibung des Lebens in Damaskus, andererseits sind mir seine Romane häufig etwas zu schwülstig.
Beim Anlesen von ‚Das Mosaik der Frauen‘ habe ich mich gefreut, dass es hier viel um Heidelberg geht, denn ich kenne die Stadt sehr gut, und die dortige Uni ist auch meine Alma Mater.
Im Verlauf fand ich den Roman zwar immer wieder stimmungsvoll, aber bisweilen auch recht naiv, ein bisschen aufgesetzt und konstruiert. Trotzdem habe ich diesen Roman über weite Strecken hinweg gern gelesen, wurde gut unterhalten und nach Heidelberg beziehungsweise nach Damaskus versetzt.
Was ich sehr anstrengend fand, war das permanente Abschweifen Nadims, was möglicherweise wie orientalische Erzählkunst à la der Märchen aus Tausendundeiner Nacht wirken soll, was ich aber eher nervig fand. Als störend habe ich auch die falsche Verwendung des Wortes ‚Schizophrenie‘ (Seite 124) empfunden, was zur Stigmatisierung der Schizophrenie beiträgt.
So gern ich einige Passagen des Buches gelesen habe, so froh war ich auch, als ich den Roman letztendlich fertig gelesen hatte. Am Ende habe ich mich vor allem gefragt, warum Nadim (und mit ihm Schami) diese Geschichte unbedingt erzählen musste. Denn ich fand sie, ehrlich gesagt, letztendlich einfach nur belanglos.
Said Mardini flieht aus seiner Heimat Damaskus, kommt 1971 über Beirut nach Frankfurt, reist von da aus weiter nach Heidelberg, hat eine Zulassung für die Universität Heidelberg bekommen.
Erzählt wird initial von seiner ersten Zeit in Deutschland, vom Publizieren auf Arabisch, vom Übersetzen und von seiner Freundschaft mit dem Arzt Klaus, den er bisweilen unterstützt, wenn dieser Arabisch sprechende Menschen behandelt.
Said und Klaus verlieren sich aus den Augen, doch dann meldet sich Klaus nach 31 Jahren überraschend bei Said, weil ein schwerkranker Patient von ihm - Nadim - Said gerne seine Lebensgeschichte erzählen will, in der Frauen eine ganz besondere und wichtige Rolle gespielt haben, und sich wünscht, dass Said diese aufschreibt und veröffentlicht.
‚Ich bin ein Mann, der ganz und gar von den Frauen geprägt wurde. [...] Was ich denke, wie ich handle, was ich dabei fühle - all das und noch mehr haben die Frauen mir geschenkt.‘ (Seite 39f)
Ich habe schon länger keinen Roman von Rafik Schami mehr gelesen und bin bzgl. seiner Bücher immer etwas zwiegespalten: Einerseits gefällt mir die Beschreibung des Lebens in Damaskus, andererseits sind mir seine Romane häufig etwas zu schwülstig.
Beim Anlesen von ‚Das Mosaik der Frauen‘ habe ich mich gefreut, dass es hier viel um Heidelberg geht, denn ich kenne die Stadt sehr gut, und die dortige Uni ist auch meine Alma Mater.
Im Verlauf fand ich den Roman zwar immer wieder stimmungsvoll, aber bisweilen auch recht naiv, ein bisschen aufgesetzt und konstruiert. Trotzdem habe ich diesen Roman über weite Strecken hinweg gern gelesen, wurde gut unterhalten und nach Heidelberg beziehungsweise nach Damaskus versetzt.
Was ich sehr anstrengend fand, war das permanente Abschweifen Nadims, was möglicherweise wie orientalische Erzählkunst à la der Märchen aus Tausendundeiner Nacht wirken soll, was ich aber eher nervig fand. Als störend habe ich auch die falsche Verwendung des Wortes ‚Schizophrenie‘ (Seite 124) empfunden, was zur Stigmatisierung der Schizophrenie beiträgt.
So gern ich einige Passagen des Buches gelesen habe, so froh war ich auch, als ich den Roman letztendlich fertig gelesen hatte. Am Ende habe ich mich vor allem gefragt, warum Nadim (und mit ihm Schami) diese Geschichte unbedingt erzählen musste. Denn ich fand sie, ehrlich gesagt, letztendlich einfach nur belanglos.