Ein vielversprechender Ritt durch die Wissenschaftsgeschichte

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Der Kluge-Hans-Effekt ist mir bereits aus der Psychologie ein Begriff -jenes Phänomen, bei dem Tiere oder Menschen scheinbar erstaunliche kognitive Fähigkeiten an den Tag legen, die sich in Wahrheit jedoch auf unbewusst wahrgenommene äußere Signale von Beobachtern oder Versuchsleitern zurückführen lassen. Schon nach der Lektüre des Prologs hat mich das Buch neugierig gemacht. Vor allem möchte ich unbedingt herausfinden, weshalb ausgerechnet ein vermeintlich rechnendes Pferd namens Hans als perfektes Sinnbild für das Dilemma gilt, in dem die heutige KI-Forschung steckt. Schließlich gilt der „Kluge Hans" bis heute in der Fachliteratur als anschauliches Lehrbeispiel für einen folgenreichen wissenschaftlichen Irrtum.
Der kurze historische Exkurs ins Berlin des Jahres 1904, als der berühmte „Kluge Hans" für Aufsehen sorgte, hat mir dank des lebendigen, humorvollen Schreibstils bereits sehr gut gefallen. Ich würde mir wünschen, dass es dem Autor gelingt, auch die komplexeren wissenschaftlichen Zusammenhänge rund um künstliche Intelligenz im weiteren Verlauf ebenso unterhaltsam und leicht verständlich zu vermitteln.
Ich freue mich jedenfalls schon auf einen spannenden Ritt durch die Wissenschaftsgeschichte sowie durch die Irrungen und Wirrungen rund um die künstliche Intelligenz – und verspreche mir davon eine ebenso hintergründige wie kurzweilige Lektüre!