Ein kluges Pferd, aber ein Buch mit kleinen Schwächen

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alireza_ansarinia Avatar

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Meine Rezension zu „Das Pferd, das zu viel wusste" von fällt insgesamt gemischt aus, weshalb ich dem Buch drei von fünf Sternen gebe. Ich habe meine Bewertung in drei Bereiche unterteilt: Cover und Papierqualität, Text und Inhalt.

Zunächst zum Äußeren: Das Cover hat mir auf Anhieb gut gefallen. Die auffälligen türkis-blauen Farbtöne heben sich wohltuend von der Masse der Sachbücher ab und wirken frisch und einladend. Auch die Papierqualität hat mich überzeugt – das Buch liegt angenehm schwer in der Hand und vermittelt den Eindruck, dass hier Wert auf eine hochwertige Ausstattung gelegt wurde. Ich hatte ehrlich gesagt viel Freude daran, das Buch einfach in die Hand zu nehmen und darin zu blättern.

Kommen wir zum Text: Die Sprache ist verständlich und flüssig geschrieben, sodass man gut durch die Kapitel kommt. Besonders gefallen haben mir die zahlreichen Abbildungen – von Ausschnitten aus zeitgenössischen Zeitungen bis hin zu Karikaturen. Diese visuellen Elemente verstärken das Verständnis für die damalige Stimmung und das Klima der Handlung erheblich und lockern den Text sinnvoll auf. Der Autor verfolgt inhaltlich die Auseinandersetzung mit dem Lernen und der Intelligenz am Beispiel des klugen Pferdes Hans und versucht in den abschließenden Kapiteln den Bogen zur Künstlichen Intelligenz zu schlagen. Es gibt zudem Exkurs-Kapitel, in denen einzelne Experimente oder wissenschaftliche Themen erläutert werden.

Hier liegt allerdings auch meine Hauptkritik: Der Autor weicht häufig vom eigentlichen Hauptthema ab, nämlich dem klugen Hans und dem Bezug zur KI. Stattdessen werden historische Ereignisse viel zu ausführlich erklärt. Für Leserinnen und Leser, die sich besonders für Geschichte interessieren, mag das sinnvoll sein – mir persönlich war es jedoch deutlich zu viel. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch tiefer in die eigentliche Thematik eintaucht und den Zusammenhang zwischen dem Phänomen des klugen Hans und moderner KI stärker ausleuchtet, während die historischen Hintergründe etwas knapper hätten ausfallen dürfen. Genau diese Verschiebung des Schwerpunkts ist der Grund, warum ich am Ende nur drei Sterne vergeben habe.