Sind Gedanken menschlich?
Wer sich mit der Geschichte der KI näher beschäftigt hat, trifft vermutlich irgendwann einmal auf den klugen Hans, ein Pferd, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts für weltweites Aufsehen sorgte, da es angeblich rechnen, zählen und lesen konnte. Je mehr die Geschichte die Runde machte, umso mehr Wissenschaftler versuchten hinter das Rätsel zu kommen. Es gab grob zwei Lager: die Verfechter des elitären Standes des menschlichen Verstandes und die Anhänger der These, dass Tiere nicht nur denken, sondern sogar Sprache erlernen konnten. Das Buch beschreibt spannend die Geschichte des Pferdes und seinen weitreichenden Einfluss auf die Wissenschaft. Unter anderem entstand eines der wichtigsten wissenschaftlichen Bücher aus der Untersuchung des Falls. Experimente mit anderen Tieren über die Jahrzehnte und letztendlich die sogenannte künstliche Intelligenz stellten immer wieder dieselben Fragen: wie entstehen Gedanken und wie erkennt man Intelligenz. Dass selbst die Erfinder der modernen KI nicht erklären können, wie diese Modelle zu ihren Lösungen kommen, erschreckt. Und es zeigt, wie wenig wir tatsächlich wissen. Haben wir mit der KI den Geist aus der Flasche befreit? Vortrefflich zeigt das Buch auch, wie Selbstüberschätzung und -täuschung unser Dasein bestimmen. Die eitlen Hahnenkämpfe um die Deutungshoheit, die das Buch in den fast hundert Jahren der Handlung begleiten, zeigen unsere selbstgefällige Ahnungslosigkeit. In dem wir uns anmaßen, Technik und Wissen beherrschen zu können, entwickeln wir Werkzeuge, die unser Leben verändern und sogar bedrohen können, ohne dass wir eine Möglichkeit haben, dies zu kontrollieren.
Ein faszinierendes und fesselndes Sachbuch, das viele Jahre der Recherche und Arbeit erfordert hat, wie der Autor im Nachwort erklärt. Über 540 Endnoten sprechen für sich, wer also noch tiefer eindringen will, findet hier eine Vielzahl an Quellen. Und trotzdem ist dem Autor ein verständliches und unterhaltsames Werk geglückt, das auch Laien begeistern kann.
Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
Ein faszinierendes und fesselndes Sachbuch, das viele Jahre der Recherche und Arbeit erfordert hat, wie der Autor im Nachwort erklärt. Über 540 Endnoten sprechen für sich, wer also noch tiefer eindringen will, findet hier eine Vielzahl an Quellen. Und trotzdem ist dem Autor ein verständliches und unterhaltsames Werk geglückt, das auch Laien begeistern kann.
Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.