Viel Wissen über ein wissendes Pferd
"Das Pferd, das zu viel wusste" hat mich etwas außerhalb meiner üblichen Leseroutine erwischt und ich war mir vorerst unklar, ob dieses Buch etwas für mich ist. Enttäuscht hat es dann aber in keiner Weise. Ich hatte schon von dem Pferd gehört und kannte den damaligen Versuchsaufbau in groben Zügen, jedoch kannte ich keinerlei Einzelheiten und gerade der im Titel erwähnte Bezug zur heutigen KI machte mich dann doch neugierig. Das Buch konnte mir dann auch allerhand Informationen zu den Zusammenhängen und vor allem der Entwicklung künstlicher Intelligenz bieten, ohne dabei zu technisch-sachlich zu werden. Es ist bei diesem Werk gelungen, genau den Grat zwischen Informationsübergabe und Geschichtenerzählen zu treffen und so auf ihm zu ballancieren, dass man stehts Lust auf's Weiterlesen hatte. Anschaulich führt das Buch durch die vergangenen zeitlichen Abschnitte der Entwicklung, gibt chronologisch Aufschluss über die Kenntnisse und Fähigkeiten, die im Verlauf der Zeit dazugekommen und verarbeitet worden sind und schafft es doch, keine trockene Abhandlung zu sein, sondern eher Wissen zu vermitteln, dass in der nächsten geselligen Runde sicher das ein oder andere interessante Gespräch bereichern wird. Ich mochte das Buch und würde es allen an der Thematik Interessierten, wenngleich (noch) nicht sonderlich Versierten, empfehlen.