Das schönste aller Frühjahrsdebüts
Eine Mutter, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein hübsches Kind. Die gesellschaftliche Erwartungen an sie selbst kennt und alle Vorzüge, die heutzutage mit Schönheit elementar verbunden sind. Genau diese Mutter muss mit der Schuld leben, das Leben ihrer eigenen Tochter zerstört zu haben. So fühlt es sich zumindest für sie an. Und es ist genau dieses Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit, an dem sie zu zerbrechen droht.
Betty Boras gelingt es nicht nur meisterlich, das Schicksal von Müttern und Töchtern miteinander zu verbinden, sondern dabei auch ganz neue Wege zu gehen. Zunächst inhaltlich, indem sie ein Tabu bricht und sich der Frage widmet: Was passiert, wenn wir für unser Kind nicht mehr stark sein können? - Aber auch stilistisch, indem sie gekonnt unterschiedliche Erzählstränge, Zeitebenen und Perspektiven so gelungen miteinander kombiniert, dass eine Unterbrechung des Lesens unmöglich erscheint. Viel zu spannend ist es, Zusammenhänge zu ergründen, dem Wesen der Protagonistinnen auf die Spur zu kommen.
Auch die Banater Erde kommt zu Wort und vermittelt Weisheiten, die zur tiefen Auseinandersetzung einladen. Es sind durchaus harte Themen, die hier aufgegriffen werden: Schuld, Liebe, Bedrängnis, Verlust und schließlich die Enttäuschung über sich selbst, die feinfühliger nicht erzählt werden könnten.
Ein starkes Debüt, das zur Reflexion über Schönheitsideale und all jene Idealvorstellungen einlädt, die uns begrenzen. Ein Debüt, das dazu einlädt, die eigenen Glaubenssätze auf den Kopf zu stellen und neue Perspektiven einzunehmen – während der Lektüre und auch darüber hinaus.
Ein hervorragender Text, den ich sehr gerne zu Ende lesen würde.
Betty Boras gelingt es nicht nur meisterlich, das Schicksal von Müttern und Töchtern miteinander zu verbinden, sondern dabei auch ganz neue Wege zu gehen. Zunächst inhaltlich, indem sie ein Tabu bricht und sich der Frage widmet: Was passiert, wenn wir für unser Kind nicht mehr stark sein können? - Aber auch stilistisch, indem sie gekonnt unterschiedliche Erzählstränge, Zeitebenen und Perspektiven so gelungen miteinander kombiniert, dass eine Unterbrechung des Lesens unmöglich erscheint. Viel zu spannend ist es, Zusammenhänge zu ergründen, dem Wesen der Protagonistinnen auf die Spur zu kommen.
Auch die Banater Erde kommt zu Wort und vermittelt Weisheiten, die zur tiefen Auseinandersetzung einladen. Es sind durchaus harte Themen, die hier aufgegriffen werden: Schuld, Liebe, Bedrängnis, Verlust und schließlich die Enttäuschung über sich selbst, die feinfühliger nicht erzählt werden könnten.
Ein starkes Debüt, das zur Reflexion über Schönheitsideale und all jene Idealvorstellungen einlädt, die uns begrenzen. Ein Debüt, das dazu einlädt, die eigenen Glaubenssätze auf den Kopf zu stellen und neue Perspektiven einzunehmen – während der Lektüre und auch darüber hinaus.
Ein hervorragender Text, den ich sehr gerne zu Ende lesen würde.