poetisch
Der Einstieg hat mich sehr berührt. Die Geschichte von Vio wird ruhig, aber eindringlich erzählt, und man spürt sofort den Druck, sich anzupassen und unsichtbar zu bleiben. Besonders stark fand ich den Kontrast zwischen äußerem Funktionieren und innerer Schuld. Die zweite Erzählebene öffnet früh einen größeren historischen Raum und verleiht dem Ganzen Tiefe. Schon nach den ersten Seiten wirkt der Roman schwer, aber zugleich sehr poetisch und getragen von der Frage, welchen Preis Frauen über Generationen hinweg zahlen müssen.