Zwischen Herkunft, Schuld und Hoffnung

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Das Cover ist ein Blickfang und vermittelt mit seiner weiten Landschaft eine ruhige, aber zugleich bedeutungsvolle Atmosphäre. Die Leseprobe hat diesen Eindruck sofort vertieft. Der Schreibstil von Betty Boras ist klar, eindringlich und sehr bildhaft, sodass man sich sowohl in die Vergangenheit als auch in die Gegenwart der Figuren hineinversetzen kann. Besonders der Prolog hat mich nachdenklich gemacht, da er sich ehrlich und schonungslos mit Erwartungen an Schönheit und Mutterschaft auseinandersetzt.

Die wechselnden Perspektiven zwischen Vio, ihrer Familiengeschichte und Theresia schaffen eine besondere Tiefe und zeigen, wie eng persönliche Schicksale mit Herkunft und Geschichte verbunden sind. Vor allem die Szenen mit Vio und ihrer Tochter haben mich emotional berührt, da Schuld, Liebe und Selbstzweifel sehr greifbar beschrieben werden.

Ich erwarte eine intensive und vielschichtige Geschichte über Familie, Identität und die Frage, wie sehr unsere Herkunft unser Leben prägt. Die Leseprobe hat mich sehr neugierig gemacht und ich würde gerne weiterlesen, um zu erfahren, wie sich die verschiedenen Zeitebenen und Lebensgeschichten miteinander verbinden.