Die Rolle von Schönheit
Betty Boras nimmt uns mit in eine Welt, deren Frauenbild von der Gunst der Schönheit geprägt ist - unsere Welt. Sie erzählt von den Erwartungen und Chancen, wenn Frauen äußerlich schön sind; aber auch von Bedrängnis und Verurteilung. Die Autorin nähert sich dem Thema durch Erzählstränge verschiedener Personen. Eingebettet in den historischen Hintergrund von Verbannung ins rumänische Banat und Rückker späterer Generationen nach Deutschland, möchte sie die zentrale Rolle von Schönheit und deren Folgen unterstreichen. Die historischen Aspekte und wie es ist, in das Land der Vorfahren zurückzukehren, fand ich sehr gut ausgeführt. Die Figuren selbst sind leider wenig nahbar. Den besten Zugang habe ich zu Theresia, der "ersten" in der Familiengeschichte, finden können.
Die erwachsene Vio kreist zu sehr im selben Gedankenstrudel. Ihre Entwicklung ist schwach. Vielleicht entspricht jedoch genau das der Realität. Wie kann man sich selbst einen das Kind im Gesicht entstellenden Unfall verzeihen? Nichts wünscht man sich mehr, als das eigene Kind unversehrt aufwachsen zu sehen.
Gleichzeitig frage ich mich, ob nicht auch dieses Buch zu sehr in den Vordergrund stellt, man wäre chancenlos und die Zukunft verbaut, mit einem äußerlich sichtbaren Makel. Mir fehlt da etwas Lösungsansatz und freieres Denken, um aus diesem Menschenbild auszubrechen. Da wünschte ich mir etwas mehr Tiefe.
Dennoch war der Schreibstil flüssig und das Buch in den meisten Teilen unterhaltsam.
Die erwachsene Vio kreist zu sehr im selben Gedankenstrudel. Ihre Entwicklung ist schwach. Vielleicht entspricht jedoch genau das der Realität. Wie kann man sich selbst einen das Kind im Gesicht entstellenden Unfall verzeihen? Nichts wünscht man sich mehr, als das eigene Kind unversehrt aufwachsen zu sehen.
Gleichzeitig frage ich mich, ob nicht auch dieses Buch zu sehr in den Vordergrund stellt, man wäre chancenlos und die Zukunft verbaut, mit einem äußerlich sichtbaren Makel. Mir fehlt da etwas Lösungsansatz und freieres Denken, um aus diesem Menschenbild auszubrechen. Da wünschte ich mir etwas mehr Tiefe.
Dennoch war der Schreibstil flüssig und das Buch in den meisten Teilen unterhaltsam.