Ein wirklich gelungenes Debüt
Das schönste aller Leben ist das Debüt von Betty Boras und ich muss ehrlich sagen, dass es mich positiv überrascht hat.
Erzählt wird die Geschichte einer Familie anhand zweier Frauen, die mehrere Jahrhunderte voneinander getrennt leben. Jede hat mit den Herausforderungen zu kämpfen, die ihre Zeit an Frauen stellt. Es geht um Sein vs. Schein(heiligkeit) und um die Mühen, die Frauen auf sich nehmen (müssen), um nur ja den gesellschaftlichen Idealen zu entsprechen.
Die Sprache des Romans hat mir richtig gut gefallen: sie war größtenteils unauffällig, hatte aber immer wieder vereinzelte Sätze, die so präzise formuliert waren, dass in nur wenigen Worten so viel mehr mitgeschwungen ist.
Auch die Geschichte konnte mich größtenteils überzeugen und die Parallelität der Schicksale ist trotz der offensichtlichen Unterschiede gut rübergekommen. Ich bin normalerweise kein großer Fan von verschiedenen Zeitebenen (und dann auch noch unterschiedliche Perspektiven), aber hier hat es richtig gut funktioniert. Einzig, dass Vios Kapitel, je nachdem, ob es sich um die Kindheit oder das Jetzt handelt, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden, hat mich immer mal wieder aus dem Lesefluss gebracht. Ich kann verstehen, warum die Autorin das gemacht hat, bin aber bis zum Ende immer wieder irritiert gewesen, ob es sich jetzt um die gleiche Person handelt oder sie nur zufällig den gleichen Namen haben. Auch der recht plötzliche Schluss auf beiden Zeitebenen hat mich enttäuscht, denn hier wäre definitiv noch Potenzial gewesen. Ich sage es selten, aber dieser Roman hätte gerne 100 Seiten mehr haben dürfen.
Insgesamt hat mich dieses Erstlingswerk wirklich überzeugt und ich bin gespannt, was wir von der Autorin in Zukunft noch lesen dürfen.
Erzählt wird die Geschichte einer Familie anhand zweier Frauen, die mehrere Jahrhunderte voneinander getrennt leben. Jede hat mit den Herausforderungen zu kämpfen, die ihre Zeit an Frauen stellt. Es geht um Sein vs. Schein(heiligkeit) und um die Mühen, die Frauen auf sich nehmen (müssen), um nur ja den gesellschaftlichen Idealen zu entsprechen.
Die Sprache des Romans hat mir richtig gut gefallen: sie war größtenteils unauffällig, hatte aber immer wieder vereinzelte Sätze, die so präzise formuliert waren, dass in nur wenigen Worten so viel mehr mitgeschwungen ist.
Auch die Geschichte konnte mich größtenteils überzeugen und die Parallelität der Schicksale ist trotz der offensichtlichen Unterschiede gut rübergekommen. Ich bin normalerweise kein großer Fan von verschiedenen Zeitebenen (und dann auch noch unterschiedliche Perspektiven), aber hier hat es richtig gut funktioniert. Einzig, dass Vios Kapitel, je nachdem, ob es sich um die Kindheit oder das Jetzt handelt, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden, hat mich immer mal wieder aus dem Lesefluss gebracht. Ich kann verstehen, warum die Autorin das gemacht hat, bin aber bis zum Ende immer wieder irritiert gewesen, ob es sich jetzt um die gleiche Person handelt oder sie nur zufällig den gleichen Namen haben. Auch der recht plötzliche Schluss auf beiden Zeitebenen hat mich enttäuscht, denn hier wäre definitiv noch Potenzial gewesen. Ich sage es selten, aber dieser Roman hätte gerne 100 Seiten mehr haben dürfen.
Insgesamt hat mich dieses Erstlingswerk wirklich überzeugt und ich bin gespannt, was wir von der Autorin in Zukunft noch lesen dürfen.