Gemischter Eindruck
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich schätze es sehr, dass sich nun zunehmend mehr Menschen aus diesem Teil Europas mit ihren Geschichten zu Wort melden. Die Autorin hat ihre persönliche Geschichte durch die Auswanderung erlebt und versucht hier nun einen literarischen Ausdruck. Ich schätze den Anlauf und den Versuch. Wirklich erreicht oder bewegt hat mich das Buch leider dennoch nicht.
Der Drahtseilakt zwischen den Erzählsträngen ist für meinen Geschmack noch nicht wirklich ausgegoren. Sehr schön, finde ich die Idee, die Banater Erde sprechen zu lassen. Jedoch fügen sich die einzelnen Teile für mich zu keinem Gefühlsbild zusammen. Manches fand ich auch verwirrend. Mir war nicht ganz klar, wo Theresias Stationen lagen, von wo nach wo sie insgesamt wandern musste. Ich konnte zu den Personen keinen emotionalen Bezug aufbauen, trotz ähnlicher eigener Erfahrungen. Das Thema "Schönheit" in Bezug auf ein glückliches Leben, das Nicht-Auffallen-Wollen oder -Sollen ist an sich gut und erkenne ich durchaus wieder. Auch hier überzeugt mich nur leider die Umsetzung nicht. Ich war regelrecht genervt von diesem Thema im Ich-Erzählstrang der Jetzt-Zeit. Zudem erschienen mir die Informationen über das Banat, wie aus einem Lehrbuch, sie waren stilistisch wie ein Fremdkörper, obwohl inhaltlich durchaus relevant.
Alles in allem, wünsche ich Betty Boras eine gute schriftstellerische Weiterentwicklung, dies ist ein Start, aber es geht auch authentischer, weniger "gewollt" konstruiert.
Der Drahtseilakt zwischen den Erzählsträngen ist für meinen Geschmack noch nicht wirklich ausgegoren. Sehr schön, finde ich die Idee, die Banater Erde sprechen zu lassen. Jedoch fügen sich die einzelnen Teile für mich zu keinem Gefühlsbild zusammen. Manches fand ich auch verwirrend. Mir war nicht ganz klar, wo Theresias Stationen lagen, von wo nach wo sie insgesamt wandern musste. Ich konnte zu den Personen keinen emotionalen Bezug aufbauen, trotz ähnlicher eigener Erfahrungen. Das Thema "Schönheit" in Bezug auf ein glückliches Leben, das Nicht-Auffallen-Wollen oder -Sollen ist an sich gut und erkenne ich durchaus wieder. Auch hier überzeugt mich nur leider die Umsetzung nicht. Ich war regelrecht genervt von diesem Thema im Ich-Erzählstrang der Jetzt-Zeit. Zudem erschienen mir die Informationen über das Banat, wie aus einem Lehrbuch, sie waren stilistisch wie ein Fremdkörper, obwohl inhaltlich durchaus relevant.
Alles in allem, wünsche ich Betty Boras eine gute schriftstellerische Weiterentwicklung, dies ist ein Start, aber es geht auch authentischer, weniger "gewollt" konstruiert.