Hier und dort

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„Das schönste aller Leben“ von Betty Boras hat mich von der ersten Seite an tief berührt.
Die Geschichte rund um die Protagonistin Vio, die - wie die Autorin selbst - als Kind von Rumänien nach Deutschland kommt, ist sehr atmosphärisch und sehr bewegend erzählt.
Vor allem Vios Depression nach dem Unfall ihrer kleinen Tochter ging mir so nahe. Die seelischen Wunden, die bleiben, das ständige Erinnern durch die sichtbaren Narben, all das wird so intensiv und realistisch beschrieben, dass ich beim Lesen gut mit Vio mitfühlen konnte.
Auch der zweite Erzählstrang rund um Theresia im 18. Jahrhundert fügt sich absolut stimmig in den Roman ein.

Besonders gefallen hat mir, wie lebendig und authentisch die Figuren gezeichnet sind, sodass ich schnell und gut eine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte.
Man merkt, dass der Roman eben nicht nur fiktiv ist, und dass viele Erfahrungen miteinfließen.
Gut gelungen ist auch der Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen, was der Lektüre Tiefe und Spannung verleiht.

„Das schönste aller Leben“ ist ein absolut lesenswertes Buch, das lange nachhallt und das ich von Herzen empfehlen kann.