Intensiver, eindringlicher Roman, der zum Nachdenken anregt
Das Buch „Das schönste aller Leben“ von Betty Boras handelt von mehreren Generationen von Frauen, die eine Beziehung mit dem Banat in Rumänien haben. Da ist zum einen Theresia, die von der Keuschheitskommission im 18. Jhd. Ins Banat verschleppt wurde und dort Zwangsarbeit leisten musste. Dann eine ihrer Nachfahrinnen Violet, genannt Vio, die mit ihrer Familie nach dem Fall des Regimes aus dem Banat nach Deutschland auswandert. Wir erleben sowohl die Zeit der Auswanderung und Eingliederung in Deutschland aus der Sicht Vio, als auch einige Zeit später, als Violet selbst Mutter eines Mädchens ist. Außerdem ist da noch die Perspektive der Banater Erde, die die Einwanderung und Auswanderung sehr berührend kommentiert.
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Eingebettet in eine Familiengeschichte über mehrere Generationen und Jahrhunderte, behandelt es so unglaublich viele Themen wie Identität, Herkunft, Zugehörigkeit, Schönheitsideale, Mutterschaft und verbindet diese mit den persönlichen Geschichten der Frauen. Der Schreibstil ist ruhig und eindringlich und man kommt den Protagonistinnen in ihren Gedanken und Gefühlen richtig nahe. Theresia hadert mit ihrer Schönheit, da ihr diese nicht das Leben gebracht hat, das sie sich wünscht, sondern sie in der Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen ihr Dasein fristen muss. Die kindliche und jugendliche Vio möchte möglichst so sein, wie alle anderen in Deutschland, um bloß nicht aufzufallen und die erwachsene Violet würde alles dafür geben, die Schönheit ihrer Tochter, die nach einem Unfall entstellt ist, wieder herzustellen. Da meine Familiengeschichte väterlicherseits auch von Flucht und Vertreibung geprägt ist, konnte ich viele Themen, die in dem Buch tiefgründig behandelt werden, wie Heimat, Sehnsucht, Identitätssuche und Zugehörigkeit so gut nachvollziehen. Man möchte nicht auffallen und möglichst deutsch sein und alles richtig machen, um dazuzugehören. Und erst wenn man ein Haus, ein schönes Auto und Kinder in erfolgreichen Berufen hat oder sie gut verheiratet sind, hat man es geschafft und sich erfolgreich in Deutschland integriert. Das habe ich als Kind auch immer gepredigt bekommen. Ein sehr interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt.
Fazit: Eine eindringlich und atmosphärisch geschriebene Familiengeschichte, die so unglaublich viele wichtige Themen anspricht. Von Beginn bis zum Ende sehr interessant geschrieben und durch den Wechsel der Perspektiven immer vielfältig und abwechslungsreich. Ein Buch das berührt und über das man noch lange nachdenkt.
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Eingebettet in eine Familiengeschichte über mehrere Generationen und Jahrhunderte, behandelt es so unglaublich viele Themen wie Identität, Herkunft, Zugehörigkeit, Schönheitsideale, Mutterschaft und verbindet diese mit den persönlichen Geschichten der Frauen. Der Schreibstil ist ruhig und eindringlich und man kommt den Protagonistinnen in ihren Gedanken und Gefühlen richtig nahe. Theresia hadert mit ihrer Schönheit, da ihr diese nicht das Leben gebracht hat, das sie sich wünscht, sondern sie in der Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen ihr Dasein fristen muss. Die kindliche und jugendliche Vio möchte möglichst so sein, wie alle anderen in Deutschland, um bloß nicht aufzufallen und die erwachsene Violet würde alles dafür geben, die Schönheit ihrer Tochter, die nach einem Unfall entstellt ist, wieder herzustellen. Da meine Familiengeschichte väterlicherseits auch von Flucht und Vertreibung geprägt ist, konnte ich viele Themen, die in dem Buch tiefgründig behandelt werden, wie Heimat, Sehnsucht, Identitätssuche und Zugehörigkeit so gut nachvollziehen. Man möchte nicht auffallen und möglichst deutsch sein und alles richtig machen, um dazuzugehören. Und erst wenn man ein Haus, ein schönes Auto und Kinder in erfolgreichen Berufen hat oder sie gut verheiratet sind, hat man es geschafft und sich erfolgreich in Deutschland integriert. Das habe ich als Kind auch immer gepredigt bekommen. Ein sehr interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt.
Fazit: Eine eindringlich und atmosphärisch geschriebene Familiengeschichte, die so unglaublich viele wichtige Themen anspricht. Von Beginn bis zum Ende sehr interessant geschrieben und durch den Wechsel der Perspektiven immer vielfältig und abwechslungsreich. Ein Buch das berührt und über das man noch lange nachdenkt.