Interessant
„Das schönste aller Leben“ erzählt von zwei Frauen, die Jahrhunderte trennen und doch durch Herkunft, Schmerz und gesellschaftliche Erwartungen verbunden sind. Vios Geschichte nach der Flucht aus dem rumänischen Banat hat mich sehr mitgenommen. Der Anpassungsdruck, das stille Funktionieren, die Schuldgefühle als Mutter nach dem Unfall ihrer Tochter, all das ist eindringlich und feinfühlig erzählt. Ihr Weg hat mich wirklich gepackt. Der historische Strang um Theresia im 18. Jahrhundert war atmosphärisch stark, konnte mich emotional aber nicht so berühren, wie ich gehofft hatte. Trotzdem ist es ein schönes, berührendes Buch über weibliche Verletzlichkeit und Herkunft, auch wenn der Funke für mich nicht ganz übergesprungen ist. Bin gespannt was von der Autorin in der Zukunft noch kommen wird, denn das Buch war sehr interessant.