Prägende Wurzeln

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Betty Boras verküpft in "Das schönste aller Leben" meisterhaft zwei Themen: zum einen was ist Heimat und kann man sie verlassen, ohne die Wurzeln der Familie zu beschädigen? Zum anderen kann man die familiäre Prägung abschütteln oder kehrt man immer in die alten Denkmuster zurück?
Die Autorin betrachtet diese Fragen in zwei unterschiedlichen Zeiten. Die erste Hauptperson ist Vio, eine Banater Schwäbin (Nachfahrin von Deutschen, die im heutigen Rumänien angesiedelt wurden), deren Eltern mit ihr nach der Ostblocköffnung nach Deutschland zurück gekommen sind. Die zweite Leitperson ist Violas Vorfahrin Theresia, die wegen einer Verbindung mit einem Pfarrer von Wien in den Arbeitsdienst in den Banat geschickt wurde. Beider Schicksal wird abwechselnd erzählt und so die Entwicklung beider Frauen miteinander verknüpft.