Schuldgefühle
Der Debütroman "Das Schönste aller Leben" von Betty Boras begleitet Vio, die nach einem schrecklichen Unfall, welchen sie verursacht hat und ihre kleine Tochter mit einem vernarbten Gesicht zurücklässt, von Schuldgefühlen und Zweifeln zerfressen wird. Parallel blicken wir auf die Geschichte von Vios Vorfahrin Theresia, die von der Keuschheitskommission zur Zwangsarbeit verurteilt wird.
In diesem vergleichbar kurzen Roman erleben wir mehrere Zeitebenen und Perspektiven sowie zahlreiche Themen wie weibliche Schönheitsideale, Mutterschaft, Migration, Rechte von Frauen, etc. Dies mag sowohl Stärke als auch Schwäche des Romans sein. Für mich persönlich war die Geschichte grundsätzlich etwas "zu voll", gleichzeitig findet sicherlich jede Leserin einen Aspekt in diesem Buch, der sie bewegen wird.
Mich hat tatsächlich Vios Geschichte am meisten interessiert und bewegt. Als Mutter zerreißt es mir das Herz nur daran zu denken, was die Protagonistin in ihrer Situation an Schuldgefühlen ihrer Tochter gegenüber empfinden muss. Vio ist in ihren Gefühlen brutal ehrlich und beschönigt nichts, was ich sehr authentisch fand. Denn in Zeiten, wo Mobbing dank Sozialer Medien immer krasser und der Druck bestimmten Schönheitsbildern zu entsprechen für junge Frauen immer stärker wird, kann ich die Sorge um ihre Tochter absolut nachvollziehen. Vios Tochter wird es mit ihren Narben schwer haben, das steht trotz der wachsenden "Body Positivity"-Bewegung außer Frage.
Von mir gibt es für das Buch eine klare Leseempfehlung, denn gerade die aufgegriffene Frage von Schönheit, aber auch die Sprache des Romans haben mich überzeugt! Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
In diesem vergleichbar kurzen Roman erleben wir mehrere Zeitebenen und Perspektiven sowie zahlreiche Themen wie weibliche Schönheitsideale, Mutterschaft, Migration, Rechte von Frauen, etc. Dies mag sowohl Stärke als auch Schwäche des Romans sein. Für mich persönlich war die Geschichte grundsätzlich etwas "zu voll", gleichzeitig findet sicherlich jede Leserin einen Aspekt in diesem Buch, der sie bewegen wird.
Mich hat tatsächlich Vios Geschichte am meisten interessiert und bewegt. Als Mutter zerreißt es mir das Herz nur daran zu denken, was die Protagonistin in ihrer Situation an Schuldgefühlen ihrer Tochter gegenüber empfinden muss. Vio ist in ihren Gefühlen brutal ehrlich und beschönigt nichts, was ich sehr authentisch fand. Denn in Zeiten, wo Mobbing dank Sozialer Medien immer krasser und der Druck bestimmten Schönheitsbildern zu entsprechen für junge Frauen immer stärker wird, kann ich die Sorge um ihre Tochter absolut nachvollziehen. Vios Tochter wird es mit ihren Narben schwer haben, das steht trotz der wachsenden "Body Positivity"-Bewegung außer Frage.
Von mir gibt es für das Buch eine klare Leseempfehlung, denn gerade die aufgegriffene Frage von Schönheit, aber auch die Sprache des Romans haben mich überzeugt! Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.