Starke Frauen auf der Suche nach Heimat und Anerkennung!

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connie94 Avatar

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Dieser leider recht kurze Roman hat mir sehr gut gefallen. Er wird einerseits die Geschichte von Theresia erzählt, welche im 18. Jahrhundert lebt. Sie durchlebt Vertreibung aus der Heimat, erfährt Zuneigung und Liebe und kehrt am Ende wieder in ihre alte Heimat zurück. Während des Lesens erfährt man einiges über die historischen Zusammenhänge, den Einfluss von Österreich-Ungarn, die deutschsprachigen Siedler und die Region "Banat", die mir bis zu den Roman kein Begriff war.
Auch die klagenden Worte der Banater Erde, die in dem Roman eingestreut werden, berühren und erzählen von der zerrissenen, vergessenen und verlassenen Region.

Auf der anderen Seite erzählt die Autorin Violas Geschichte aus der Ich-Perspektive. Sie ist die eine Verwandte von Theresia ist und in der heutigen Zeit lebt. Als Kind und Jugendliche versucht sie sich, obwohl sie selbst Deutsche ist, in der neuen Heimat anzupassen. Als Erwachsene zweifelt an ihrer Rolle als Mutter nach einem Unfall ihrer Tochter, bis sie ihre eigene Fähigkeiten und die wahre Schönheit ihrer Tochter erkennen und akzeptieren kann.

Insgesamt ein sehr guter teils historischer Roman über auf die Suche nach der Heimat und Zugehörigkeit und starke Frauen, die sich dennoch in der Gesellschaft behaupten müssen. Vielen Dank.