Über die Schönheit

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muttiliest Avatar

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In ihrem Debütroman "Das schönste aller Leben" widmet sich Betty Boras dem Thema der Schönheit. Wer jetzt eine eitle Abhandlung vermutet irrt. Ganz feinfühlig erzählt Boras von Theresia, der ihre Schönheit zum Verhängnis wird und von Vio, die als Teenager (nicht nur) wortwörtlich eingezwängt wird, um dem gängigen Ideal zu entsprechen und die als junge Mutter mit dem unschönen Schicksal ihrer Tochter hadert. Die Identifizierung mit den jeweiligen Frauen gelingt dabei (zumindest mir als Frau) problemlos, viele ihrer Erfahrungen sind universell weiblich. Der Roman zeigt schonungslos auf, welchen Bildern Frauen von jeher unterworfen sind und wie sehr sie uns noch heute - und auch in unserer Selbstwahrnehmung - prägen! Ein leiser, aber in seiner Eindringlichkeit lauter und überaus lesenswerter Roman, der noch lange nachwirkt!