Wie viel Schönheit muss es sein?
"Das Schönste aller Leben" erzählt die Geschichten von Vio und Theresia. Vio wächst den größten Teil ihres Lebens in Deutschland auf und fühlt sich doch nicht so, als würde sie dazugehören. Ihre Eltern sind mit ihr und ihren Großeltern aus Rumänien geflohen. Für Vio ist das neue Leben in Deutschland nicht leicht, alles kommt ihr fremd vor, sie fühlt sich bewertet - von ihren Eltern, aber auch von ihren Mitschülern. Als Erwachsene erlebt sie ein traumatisches Erlebnis, als ihre Tochter bei einem Unfall Narben davonträgt. Vio macht sich Vorwürfe und fragt sich, was bleibt ihrer Tochter, wenn es nicht die eigene Schönheit ist?
Theresia besitzt - außer ihrer Schönheit - nichts mehr. Als uneheliches Kind von einer geächteten Mutter wird sie verstoßen, wächst bei einer Bauernfamilie auf. Als sie älter ist, hat sie eine Affäre mit einem Pfarrer, die von der Keuschheitskommission entdeckt wird. Als Strafe wird sie verschleppt.
Vios und Theresias Geschichten sind anders, aber dennoch verbindet sie eine Herkunft, eine Generationenlinie. Obwohl beide Frauen in unterschidelichen Jahrhunderten aufwachsen, zeigt Betty Boras in ihrem Debüt, dass Frauen oft immer noch nach den gleichen Maßstäben bewertet werden. Dazu gehört ihr Äußeres, aber auch ihr Verhalten, als Frau, Mutter, Ehefrau. Der Roman hat so viele interessante Aspekte aufgegriffen, die mir bisher neu waren und über die ich - zumindest aktiv - noch nicht so wirklich nachgedacht habe. Etwa in wie weit die Schönheit der Frauen oder eben auch der Tochter ein wichtiges Gut ist. Ich habe außerdem auch sehr viel über den Banat und Rumänien gelernt.
Mich hat "Das Schönste aller Leben" sehr berührt, wütend gemacht, fassungslos, aber auch hoffnungsvoll. Betty Boras hat einen wirklich tollen Generationenroman erschaffen, der zwei Generationen einer Familie zusammenwebt und über die Jahre hinweg verbindet. Definitv eine Empfehlung!
Theresia besitzt - außer ihrer Schönheit - nichts mehr. Als uneheliches Kind von einer geächteten Mutter wird sie verstoßen, wächst bei einer Bauernfamilie auf. Als sie älter ist, hat sie eine Affäre mit einem Pfarrer, die von der Keuschheitskommission entdeckt wird. Als Strafe wird sie verschleppt.
Vios und Theresias Geschichten sind anders, aber dennoch verbindet sie eine Herkunft, eine Generationenlinie. Obwohl beide Frauen in unterschidelichen Jahrhunderten aufwachsen, zeigt Betty Boras in ihrem Debüt, dass Frauen oft immer noch nach den gleichen Maßstäben bewertet werden. Dazu gehört ihr Äußeres, aber auch ihr Verhalten, als Frau, Mutter, Ehefrau. Der Roman hat so viele interessante Aspekte aufgegriffen, die mir bisher neu waren und über die ich - zumindest aktiv - noch nicht so wirklich nachgedacht habe. Etwa in wie weit die Schönheit der Frauen oder eben auch der Tochter ein wichtiges Gut ist. Ich habe außerdem auch sehr viel über den Banat und Rumänien gelernt.
Mich hat "Das Schönste aller Leben" sehr berührt, wütend gemacht, fassungslos, aber auch hoffnungsvoll. Betty Boras hat einen wirklich tollen Generationenroman erschaffen, der zwei Generationen einer Familie zusammenwebt und über die Jahre hinweg verbindet. Definitv eine Empfehlung!