Gefangen zwischen Technik und Misstrauen
Ich habe alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen und auch in meinem Regal stehe, auch Die Burg. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen und meine Vorfreude. Die Leseprobe bestätigt sie sofort.
Der Einstieg ist hart. Viola wacht im Krankenhaus auf, ein Bein fehlt, ebenso ihre Erinnerungen. Die Situation wirkt körperlich und psychisch belastend. Violas Gedanken sind nüchtern, teils schwarzhumorig, bedrückend glaubwürdig.
Das Setting erzeugt Druck. Ein abgelegenes Haus, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Abhängigkeit vom Ehemann und dem Pflegepersonal. Kleine Störungen wirken sofort bedrohlich. Verschwundene Gegenstände, technische Hilfsmittel, GPS Tracker. Aufkeimendes Misstrauen überall.
Typisch Poznanski ist die Verbindung von Technik und Angst, wobei sich die digitale Ebene langsam aber sicher immer weiter in den Vordergrund schleicht. Man fragt sich früh, ob Viola den Ereignissen trauen kann oder ihrem eigenen Kopf. Ein zentrales Motiv ist die Frage nach Wahrnehmung. Ist Viola einer realen Bedrohung ausgesetzt oder verliert sie die Kontrolle über sich selbst. Isolation, Abhängigkeit und körperliche Verletzlichkeit verstärken diesen Zweifel. Diese Unsicherheit trägt die Spannung.
Poznanskis Schreib-Stil ist wie gewohnt klar, dicht, direkt und flüssig. Keine langen Erklärungen. Für mich ein sehr starker Beginn und ein Thriller, der psychologisch arbeitet statt über Effekte. Ich möchte unbedingt sofort weiterlesen.
Der Einstieg ist hart. Viola wacht im Krankenhaus auf, ein Bein fehlt, ebenso ihre Erinnerungen. Die Situation wirkt körperlich und psychisch belastend. Violas Gedanken sind nüchtern, teils schwarzhumorig, bedrückend glaubwürdig.
Das Setting erzeugt Druck. Ein abgelegenes Haus, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Abhängigkeit vom Ehemann und dem Pflegepersonal. Kleine Störungen wirken sofort bedrohlich. Verschwundene Gegenstände, technische Hilfsmittel, GPS Tracker. Aufkeimendes Misstrauen überall.
Typisch Poznanski ist die Verbindung von Technik und Angst, wobei sich die digitale Ebene langsam aber sicher immer weiter in den Vordergrund schleicht. Man fragt sich früh, ob Viola den Ereignissen trauen kann oder ihrem eigenen Kopf. Ein zentrales Motiv ist die Frage nach Wahrnehmung. Ist Viola einer realen Bedrohung ausgesetzt oder verliert sie die Kontrolle über sich selbst. Isolation, Abhängigkeit und körperliche Verletzlichkeit verstärken diesen Zweifel. Diese Unsicherheit trägt die Spannung.
Poznanskis Schreib-Stil ist wie gewohnt klar, dicht, direkt und flüssig. Keine langen Erklärungen. Für mich ein sehr starker Beginn und ein Thriller, der psychologisch arbeitet statt über Effekte. Ich möchte unbedingt sofort weiterlesen.